Anna Lucia Richter erhält BBC Music Magazine Award in der Kategorie Vokalmusik

Anna Lucia Richters Aufnahme »Songs of Fate« mit dem Gürzenich-Orchester unter der Leitung von Jordan de Souza (Myrios Classics) erhält den BBC Music Magazine Award 2026 in der Kategorie Vokalmusik.
(PM, 23. April 2026) »Anna Lucia Richter verleiht dieser hochgeschätzten Aufnahme von Mahlers Des Knaben Wunderhorn und Kindertotenlieder – der »Aufnahme des Monats« zu Weihnachten – einen eindrucksvollen Ausdruck und eine besondere Intimität, indem sie diese Werke sowohl mit Natürlichkeit als auch mit künstlerischer Raffinesse erfüllt. Wunderschön begleitet vom Gürzenich-Orchester Köln unter der Leitung von Jordan de Souza scheint ihre Darbietung »aus einer anderen Dimension« zu kommen.«, so die Jury.
Anna Lucia Richter arbeitet seit vielen Jahren eng mit dem Gürzenich-Orchester zusammen. Stefan Englert, Direktor des Gürzenich-Orchesters: »Ich freue mich sehr über die Auszeichnung für Anna Lucia Richter, eine Künstlerin, mit der das Gürzenich-Orchester und ich persönlich über viele Jahre künstlerisch verbunden sind. Herzlichen Glückwunsch Anna!«
Diese enge persönliche Bindung spiegelt sich in der musikalischen Zusammenarbeit: »Dass dieses Mahler-Album mit dem Gürzenich-Orchester nun vom BBC ausgezeichnet wird, ist für mich die größte Freude! Dieses Projekt war wirklich ein Herzensprojekt: Mit keinem Orchester habe ich über so viele Jahre kontinuierlich zusammengearbeitet wie mit ihnen. Gemeinsam mit Jordan de Souza waren wir ein absolutes Dream-Team! Diese sehr intensive Aufnahme werde ich niemals vergessen!« (Anna Lucia Richter).
Der BBC Music Magazine Award zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen im Bereich der klassischen Musik und würdigt jährlich herausragende künstlerische Leistungen auf internationaler Ebene. Eine Nominierung steht für höchste musikalische Qualität und wird von einer Fachjury aus angesehenen Kritikerinnen und Kritikern vergeben. Sie unterstreicht die besondere künstlerische Relevanz einer Aufnahme oder eines Ensembles im aktuellen Klassikgeschehen. Für die Nominierten bedeutet dies große internationale Anerkennung sowie erhöhte mediale Aufmerksamkeit. Der Award stärkt damit nachhaltig die Sichtbarkeit und Karriere von Künstlerinnen, Künstlern und Orchestern. Neben der Fachjury bestimmen auch das Publikum und die Zuhörer die Preisvergabe, da jeder für einzelne Aufnahmen abstimmen darf.
Kölner Divertissementchen als Immaterielles Kulturerbe anerkannt

(PM, 22. April 2026) Das traditionsreiche Divertissementchen der Bühnenspielgemeinschaft Cäcilia Wolkenburg im Kölner Männer-Gesang-Vereins (KMGV) ist in die Liste des Immateriellen Kulturerbes in NRW aufgenommen worden.
Weltweit einzigartiges Bühnenphänomen geehrt
Damit wird eine Kulturform gewürdigt, die seit über 150 Jahren fest zum Herzen der Stadt gehört – und zugleich als weltweit einzigartige Musical-Produktion gilt. Zugleich ist das Divertissementchen im Kern eine ehrenamtlich getragene Gemeinschaftsleistung: Sänger, Tänzer sowie Organisationsteam engagieren sich Jahr für Jahr mit großem persönlichen Einsatz für „et Zillche“.
Prachtvolle Kostüme, mitreißende Musik, spektakuläre Tanz- und Gesangseinlagen und ein unverwechselbarer kölscher Humor: Was wie ein klassischer Musical-Abend klingt, ist in Wahrheit ein Format, das es so nur in Köln gibt. Beim Divertissementchen stehen ausschließlich Männer auf der Bühne, die alljährlich im Karneval das politische und gesellschaftliche Geschehen der Domstadt pointiert und mit viel Biss auf die Schippe nehmen.
Mit der Anerkennung als Immaterielles Kulturerbe wird das Divertissementchen in das Inventar des Landes Nordrhein-Westfalen eingetragen und zugleich für das bundesweite Verzeichnis nominiert. Die Landesjury würdigt das Divertissementchen als eine „tradierte, lebendige und kontinuierlich weiterentwickelte Kulturform mit starker lokal-regionaler Verankerung“. Besonders hervorgehoben wird „die generationenübergreifende Weitergabe von Wissen, Können und Aufführungspraxis im Bereich Musiktheater, Gesang und darstellender Kunst“ sowie die Pflege der kölschen Mundart und „die fortlaufende inhaltliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, städtischen und zeitgenössischen Themen als Ausdruck kultureller Dynamik“.
Das älteste Musical der Welt – made in Köln
Das legendäre Divertissementchen wurde 1874 erstmals aufgeführt und gilt damit als ältestes Musical der Welt. Jahr für Jahr überrascht „et Zillche“ – so der liebevolle kölsche Spitzname – mit einer neuen, originellen Geschichte. Die Grundpfeiler bleiben jedoch unverändert: scharfsinnige Satire, Lust an der Parodie, opulente Bilder, ein großer Männerchor und ein raffinierter Musikmix aus Kölschpop, Karnevalsmusik, Rock, Klassik, Weltmusik, Schlager und Oper.
Der Begriff „Divertissementchen“ beschreibt im Kölner Karneval eine bunte Bühnenshow mit Elementen aus Tanz, Musik, Comedy und Gesang. In Köln zaubert er den Menschen ein wissendes Lächeln ins Gesicht, Gäste der Stadt stellt er bis heute vor ein Rätsel – und macht damit zugleich die besondere Eigenart dieses Kulturguts deutlich.
Bekannt ist das Divertissementchen weit über Köln hinaus auch als „Zillche“ – eine liebevolle Verkürzung von „Cäcilia“ Wolkenburg. Unter diesem Namen firmiert die Bühnenspielgemeinschaft im Kölner Männer-Gesang-Verein, die das Stück jedes Jahr zu Karneval in der Kölner Oper mit über 100 Sängern des Vereins auf die Bühne bringt.
Kulturelle Identität und gelebte Gemeinschaft
Mit der Aufnahme in die Liste des Immateriellen Kulturerbes wird nicht nur eine außergewöhnliche künstlerische Leistung gewürdigt, sondern auch ein Stück gelebter kölscher Identität. Das Divertissementchen verbindet Generationen von Sängern und Tänzern, zahlreiche Kreative vor und hinter der Bühne sowie ein treues Publikum von Jahr zu Jahr aufs Neue.
Heute zählt das jährlich neu zusammengestellte Crossover-Musical in kölscher Mundart zu den beliebtesten Veranstaltungen der Domstadt. Über 30.000 Menschen erleben das Spektakel alljährlich live in der Oper, weitere Hunderttausende verfolgen die Fernsehübertragung im WDR – die Karten sind in kürzester Zeit ausverkauft.
Das Mandelring Quartett erhält den Brahms-Preis 2026

(PM, 14. April 2026) Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein zählt zu den bedeutendsten Ehrungen der klassischen Musik und würdigt herausragende künstlerische Leistungen sowie die Pflege des Brahms’schen Werkes.
Die Preisverleihung findet am 26. September 2026 in der St. Bartholomäus Kirche in Wesselburen statt. Das Mandelring Quartett wird im Rahmen der Preisverleihung Brahms’ Streichquartett a-moll op. 51/2 spielen. Der Bratscher Roland Glassl, von 1999–2015 Mitglied des Mandelring Quartetts, ergänzt das Quartett für Brahms’ Streichquintett G-Dur op. 111.
Weitere Informationen zur Preisverleihung und zum Konzert finden Sie auf der Preisträger-Seite der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein.
Das Label audite, bei dem das Mandelring Quartett bereits sämtliche Streichquartette, -quintette, -sextette sowie auch das Klarinettenquintett von Brahms eingespielt hat, hält weitere Informationen bereit.
Die erste ChefdirigentIN in Köln! Marie Jacquot stellt erste Spielzeit des WDR Sinfonieorchesters vor
Das Gürzenich-Orchester unter François-Xavier Roth hatte, was Programmierung, Originalität und Mischung aus Alter und Neuer Musik betrifft, immer die Nase vorn. Mit Marie Jacquot als Chefdirigentin dürfte ab nächster Spielzeit das WDR Sinfonieorchester mit wehenden Fahnen vorbeiziehen. Wenn die nächsten vier Jahre halten, was Jacquot verspricht. (Von Sabine Weber)

(10. April 2026, PK in Köln) Und das ist anzunehmen. Denn nicht nur die erste Frau steht an einem der beiden ersten Kölner Pulte. Auch eine der zurzeit ziemlich gefragten Persönlichkeiten am Dirigentenpult. Als der Dresdener Staatskapelle auf ihrer Tournee (2024) ihr Chef Christian Thielemann abhandenkam und Jacquot in der Kölner Philharmonie für ihn einsprang, waren die Dresdner begeistert. Trotz wenig Probenzeit vermochte Jacquot, eine eigene Interpretation auf die Beine zu stellen. Darüber äußerten sich Musiker nach dem Konzert bekennend begeistert. Als sie vor dem WDR Sinfonieorchester Bruckners Siebte leitete, bekannte sie sich mutig zu einer „konservativen“ Interpretation. Das hieß damals, Tiefenschärfe hörbar zu machen, ohne alles auf die Wuchtallüren-Karte zu setzen (siehe Klassikfavori). An der Kopenhagener Oper ist sie Chefdirigentin, weil sie, wie sie in einem Interview mit klassikfavori erklärte, in der dänischen Hauptstadtoper nicht mit zu vielen Repertoireaufführungen belastet und von Verwaltungsanforderungen aufgefressen würde, wie möglicherweise an einem deutschen Haus. Denn noch brauche sie Zeit, sich zu entwickeln.
In den deutschsprachigen Ländern fühlt sich Marie Jacquot zuhause. Die gebürtige Pariserin lebt in Graz, ihr Mann ist Österreicher, und sie spricht fließend Deutsch. In Weimar und Wien hat sie studiert, an der Oper am Rhein den Dirigieralltag an einem Opernhaus kennengelernt, in Würzburg ihre erste Kapellmeisterstelle angetreten und ist bis zur nächsten Spielzeit noch Erste Gastdirigentin in Wien. Vor Neuer Musik kennt sie keine Berührungsängste, sei sie doch in Wien die einzige Dirigierstudentin gewesen, die sich nicht vor den Uraufführungen der jungen Komponisten-Kommilitonen gedrückt habe. Nach dem Studium blickte sie bereits auf gefühlte „1000 Uraufführungen“ zurück.
Ihr glaubt man gern. Zugewandt, ehrlich, vor allem offen ist sie auch im Gespräch. Starallüren interessieren sie nicht. Männliches Dompteurgehabe ohnehin nicht. Das ist ja auch passé, fast passé… Jedenfalls erwartet Köln eine frische, neugierige Dirigentin, die mit beachtlicher Souveränität für Präzision und Qualität der Interpretationen einstehen dürfte. Und die ihre Musiker begeistert.
In ihrem Antrittskonzert am 18. September 2026 lässt sie Populäres auf Rarität und Klangextase treffen. Mit Chopins 2. Klavierkonzert (Chopinwettbewerb-Gewinnerin Yuliana Avdeeva), Augusta Holmès’ Poème sinfonique Andromède und Skriabins Poème de l’extase. In einem folgenden Konzert bringt sie den französischen Komponisten Thierry Escaich mit einem Viola-Konzert (Solist: Antoine Tamestit) ins Philharmonie-Programm. Mit Iveta Apkalna an der philharmonischen Klaisorgel eine Orgelsinfonie von Camille Saint-Saëns. Damit geht es auf Tournee nach Linz, Innsbruck, Salzburg und Hamburg. Im Mai nächsten Jahres hebt sie im Rahmen von „Acht Brücken. Musik für Köln“ ein neues Werk von Johannes Maria Staud aus der Taufe. Wie schön, dass die auf der Kippe stehenden Acht Brücken nächstes Jahr noch einmal stattfinden. Dass es Hinwendungen zu Nicht-Klassik-Affinen mit der Filmmusiknummer gibt, sind wir schon vom WDR3-Radioprogramm gewohnt. In diesem Fall verbindet sich die Filmmusik von Der Herr der Ringe mit dem Filmjubiläum und Filmprojektionen in der Kölner Lanxess-Arena und in Oberhausen. Da wird Marie Jacquot aber nicht am Pult stehen…
Weiter Informationen finden Sie auf der Internetpräsenz des WDR Sinfonieorchesters. Dort können Sie auch die neue Saisonbroschüre im PDF-Format herunterladen.
60 Jahre Opernhaus Dortmund

Ein Wahrzeichen der Dortmunder Kultur feiert Jubiläum
(PM, 3. März 2026) Das Opernhaus Dortmund ist jetzt 60 Jahre alt. Seit seiner Eröffnung am 3. März 1966 ist das markante Gebäude ein zentraler Ort für Musiktheater, Tanz und Orchesterkultur und prägt das kulturelle Leben der Stadt.
Das Jubiläum wird am 16. Mai 2026 um 19.30 Uhr mit der festlichen Gala „Mein lieber Schwan“ gefeiert, zu der Oper, Ballett und Philharmoniker gemeinsam in das Opernhaus Dortmund einladen. Dabei erwartet alle Gäste zusätzlich zum Operngala-Programm für diesen Anlass geschaffene Ballettchoreografien des Ballett Dortmund von Ballettmeisterin Bojana Nenadović.
Heute ist das Opernhaus als Teil von Theater Dortmund die Heimat der Sparten Oper – mit der Jungen Oper – sowie des Ballett Dortmund mit dem NRW Juniorballett und der Dortmunder Philharmoniker. Mit der Auszeichnung der Oper Dortmund als „Bestes Opernhaus“ bei den OPER! Awards 2023, dem FAUST-Preis 2024 und mit dem Preis der Deutschen Theaterverlage 2026, der internationalen Strahlkraft des Ballett Dortmund sowie dem hervorragenden Ruf der Dortmunder Philharmoniker zählt Theater Dortmund heute zu den führenden Kulturinstitutionen Deutschlands.
Unter der Opernintendanz von Heribert Germeshausen, der Ballettintendanz von Jaš Otrin sowie mit Jordan de Souza als Generalmusikdirektor ab der Spielzeit 2025/26 präsentieren die drei Sparten ein vielfältiges Programm, das die gesamte Bandbreite des musikalischen Theaters abbildet.
Die Geschichte des Dortmunder Musiktheaters reicht bis ins Jahr 1904 zurück. 1955 stellten die Architekten Heinrich Rosskotten und Edgar Tritthart ihren Entwurf für das neue Opernhaus vor, dessen markantes Merkmal eine 17 Meter hohe, kupfergedeckte Kuppel über dem Zuschauerraum ist. Die Bauarbeiten dauerten von 1958 bis 1965. Eröffnet wurde das Haus am 3. März 1966 mit „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Wilhelm Schüchter.
Um das Opernhaus auch künftig als prägende Landmarke im Dortmunder Stadtbild und als wichtigen kulturellen Treffpunkt zu sichern, wurde die Opernhausstiftung Dortmund gegründet. Ihr Ziel ist es, die langfristige Weiterentwicklung von Oper, Ballett und Orchester auf höchstem künstlerischen Niveau zu unterstützen und das Engagement von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen für das Musiktheater zu stärken.
Karten sind an der Theaterkasse im Kundencenter, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de erhältlich.
Termine:
Premiere „Mein lieber Schwan“ (Opern-Gala)
So, 29.03.26, 18.00 Uhr
Weitere Vorstellungen
Mi, 01.04.26, 19.30 Uhr
Sa, 25.04.26, 19.30 Uhr
Fr, 16.05.26, 19.30 Uhr (Gala-Vorstellung „60 Jahre Opernhaus“ im Rahmen des Wagner-Kosmos VII)
Oper Dortmund erhält den „Preis der Deutschen Theaterverlage“ 2026

Auszeichnung für herausragendes Engagement im zeitgenössischen Musiktheater – Preisverleihung im Rahmen des Festivals „Wagner-Kosmos“ am 16. Mai 2026
(PM 18. Februar 2026) Die Oper Dortmund wird mit dem „Preis der Deutschen Theaterverlage“ 2026 ausgezeichnet. Mit ihrer Entscheidung würdigt die Preisjury das beständige und zukunftsweisende Engagement der Oper Dortmund für Gegenwartskomposition im Musiktheater.
Unter der Intendanz von Heribert Germeshausen hat sich die Oper Dortmund zu einem der profiliertesten Häuser für zeitgenössisches Musiktheater im deutschsprachigen Raum entwickelt. Sie bietet ein abwechslungsreiches Repertoire aktueller Werke und setzt durch die Vergabe von Aufträgen und das Nachspielen neuer Opern konsequent auf die Förderung lebender Komponist*innen und Autor*innen, denen sie Raum gibt für neue Erzählweisen – wie aktuell der Komponistin Sarah Nemtsov mit ihrer Oper WIR (WE), die im Mai zur Uraufführung kommt. Bemerkenswert ist ebenfalls das Engagement der Jungen Oper Dortmund (Künstlerische Leitung: Heribert Germeshausen und Dr. Daniel C. Schindler), für die eigens die Position „Composer in Residence“ geschaffen wurde, zur Zeit von Marc L. Vogler bekleidet. Dazu kommen partizipative Formate wie „We DO Opera!“ und das Festival „Beyond Opera“, das weit über die Grenzen einer klassischen Spielstätte hinaus in die Stadtgesellschaft hineinwirkt. Der Preis würdigt ausdrücklich auch die kuratorische Qualität der Dramaturgie (Dr. Daniel C. Schindler, Nikita Dubov, Dany Handschuh) und die Kreativität der Vermittlungsarbeit (Kristina Senne, Christina Schmidt). Die Oper Dortmund bietet dem Musiktheater der Gegenwart nicht nur einen festen Platz, sondern es wird an diesem Haus auch aktiv daran gearbeitet, Publikumsnachwuchs mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen heranzubilden.
„Musiktheater muss seine gesellschaftliche Relevanz immer wieder neu behaupten und seine künstlerische Exzellenz bewahren. Die Oper Dortmund versteht sich als Vorreiterin einer Opernpraxis, die aus gründlicher Kenntnis der Historie gegenwartsbezogen handelt und innovative Vermittlungsformate entwickelt – als Ort der Würdigung kulturellen Erbes ebenso wie als aktiver Diskursraum“, so Germeshausen.
Die Stiftung Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage vergibt den undotierten „Preis der Deutschen Theaterverlage“ seit 2006 im Wechsel an ein Opern- oder Schauspielhaus, das sich in besonderer Weise für zeitgenössisches Musiktheater oder zeitgenössische Dramatik engagiert. Der Jury gehören in diesem Jahr die Komponistin Iris ter Schiphorst, der Komponist Ketan Bhatti, der Theaterautor Ulrich Hub sowie von Seiten der Theaterverlage Dorothea Lautenschläger (rua. Kooperative für Text und Regie), Annette Reschke (Verlag der Autoren, Stiftungsvorsitz) und als Juryvorsitzender Joscha Schaback (Schott Music) an.
Die Preisverleihung findet am 16. Mai 2026 im Rahmen der Gala „60 Jahre Opernhaus Dortmund“ statt und ist eingebettet in das renommierte Festival „Wagner-Kosmos“, das szenische Aufführungen, Diskursformate und wissenschaftliche Perspektiven miteinander verbindet.
Ernst von Siemens Musikpreis 2026 an Jordi Savall

Förderpreise Komposition an Bethan Morgan-Williams, Hovik Sardaryan und Kitty Xiao
Die Ernst von Siemens Musikstiftung erhöht 2026 erneut das Fördervolumen und vergibt insgesamt 4,3 Millionen Euro. Der Ernst von Siemens Musikpreis 2026 geht an den Musiker Jordi Savall aus Katalonien, Spanien. Die Auszeichnung für ein Leben im Dienste der Musik ist mit 250.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 23. Mai 2026 im Prinzregententheater in München statt.
Die Förderpreise Komposition mit je 35.000 Euro werden 2026 der britischen Komponistin Bethan Morgan-Williams, Hovik Sardaryan aus Armenien und der australischen Komponistin Kitty Xiao verliehen.
(PM 22. Januar 2026) Jordi Savall erhält den Ernst von Siemens Musikpreis 2026 für sein Lebenswerk. Savall hat als Musiker, als Forscher und als Vermittler Wegweisendes für die Alte Musik und die historische Aufführungspraxis geleistet. Seine Konzerte und Studioaufnahmen haben Referenzcharakter. Als Lehrer und Ensembleleiter prägte er Musiker*innen über Generationen hinweg. Mit seiner Musik zu dem Historienfilm Die siebte Saite wurde er 1991 einem Millionenpublikum bekannt. Jordi Savall studierte zunächst in Barcelona Violoncello, bis er infolge seiner Begeisterung für die Musik der Renaissance die Viola da Gamba zu seinem Instrument erkor. Er schloss sein Studium in Basel an der Schola Cantorum Basiliensis ab, an der er später selbst Viola da Gamba unterrichten sollte. Seit den späten 1960er-Jahren hat Savall sich unermüdlich für die Alte Musik eingesetzt. Nicht nur als Interpret, sondern auch als Wissenschaftler, der Handschriften des Mittelalters und der Renaissance erforschte.
Mit seiner ersten Ehefrau, der Sopranistin Montserrat Figueras, verband ihn bis zu ihrem Tod 2011 eine intensive künstlerische Zusammenarbeit. Auch ihre beiden Kinder Arianna und Ferran haben sich ganz der Musik verschrieben und tragen das musikalische Erbe ihrer Eltern weiter.
Gemeinsam mit Figueras gründete Savall 1974 das Ensemble Hespèrion XX (heute Hespèrion XXI), das sich auf Musik der iberischen Halbinsel spezialisierte und 1987 das Vokalensemble Capella Reial de Catalunya, das sich der geistlichen Musik des Mittelalters widmet. 1989 folgte das Orchester Le Concert des Nations, das Werke des Barock, der Klassik und der Frühromantik auf Originalinstrumenten spielt. Um die Ergebnisse seiner Arbeit einem breiteren Publikum zugänglich machen zu können, gründete er 1998 das Label Alia Vox, das 230 Titel veröffentlichte und mehr als zwei Millionen CDs verkaufte.
In den letzten Jahren hat Jordi Savall sein langjähriges Engagement für die Vermittlung von Musik durch die Youth Orchestra and Choir Professional Academies (YOCPA) ausgeweitet, ein Projekt, das von der Fundació Centre Internacional de Música Antiga (CIMA) geleitet und von der Europäischen Union unterstützt wird. Im Rahmen intensiver zwölftägiger Akademien bietet YOCPA aufstrebenden Musiker*innen Weiterbildungs-möglichkeiten und Berufserfahrung und bringt etablierte Interpret*innen, junge Profis und neue, ausgewählte Talente in ausgewogenen Ensembles zusammen. Unter Savalls künstlerischer Leitung studieren, proben und spielen die Teilnehmer*innen anspruchsvolles Repertoire auf höchstem künstlerischem Niveau, treten mit Savalls Ensembles in führenden Konzertsälen in ganz Europa auf und nehmen an professionellen Aufnahmen teil. Savall hat sich als Musiker wiederholt gesellschaftlich engagiert. 2018 gründete er das Ensemble Orpheus XXI für geflüchtete Musiker*innen aus Nordafrika und dem arabischen Raum. In seiner Forschung verfolgte er den Weg, den Musik seit dem 15. Jahrhundert über die Routen der Sklaverei genommen hat. Dabei machte er die vielfachen Verflechtungen der afrikanischen und der europäischen Musik deutlich. Auch heute spricht er sich für Frieden aus: „Musik kann keinen Krieg beenden, sie kann aber Frieden in unseren Herzen stiften. Musik ist die einzige Sprache, die direkt die Herzen anspricht. Ohne sie wäre das Leben unmöglich.“
Preisverleihung am 23. Mai 2026, Prinzregententheater München
Die Verleihung des Ernst von Siemens Musikpreises findet am 23. Mai 2026 im Prinzregententheater in München statt. Es spielen Hyperion XXI und La Capella Reial de Catalunya unter der Leitung des Preisträgers. Die Laudatio auf Jordi Savall hält Edouard Mätzener.
Förderpreise Komposition
Die Förderpreise Komposition sind mit je 35.000 Euro dotiert. Teil der Auszeichnung ist zudem eine digitale Tonträgerveröffentlichung.
Bethan Morgan-Williams (*1992)

Bethan Morgan-Williams, geboren in Wales, studierte bei Diderik Wagenaar am Royal Conservatory in Den Haag und bei Gary Carpenter am Royal Northern College of Music in Manchester. Sie arbeitete u. a. mit dem London Symphony Orchestra, dem Ensemble Musikfabrik, der Birmingham Contemporary Music Group und dem Bratschisten Antoine Tamestit. Morgan-Williams lebt zurückgezogen in Wales. Der Gegensatz zwischen ruraler Ruhe und urbaner Reizüberflutung ist Ausgangspunkt ihrer Werke, die mehrschichtig und rhythmisch komplex angelegt sind und die den Hörer stets durch verschiedene Landschaften zu führen scheint.
Hovik Sardaryan (*1993)

Hovik Sardaryan wurde in Armenien geboren und studierte zunächst am Staatlichen Konservatorium in Eriwan bei Ashot Zohrabyan. Mit einem DAAD-Stipendium kam er nach Deutschland und setzte seine Studien bei Wolfgang Rihm in Karlsruhe und in Saarbrücken bei Arnulf Hermann fort. Sardaryan war Stipendiat der Karajan-Akademie und wurde 2021 für die Roche Young Commissions ausgewählt. In seinen Werken finden sich wiederholt Anklänge an seine armenische Heimat, darunter traditionelle Instrumente und Volksweisen. Außerdem beschäftigt er sich mit ungewöhnlichen Stimmungen und Mikrotonalität. So erzeugt er eine besondere, persönliche Farbe, mit der er komplexe, durchaus ausladende Werke komponiert.
Kitty Xiao (*1989)

Kitty Xiao wurde in Australien geboren und ist Komponistin, Klangkünstlerin und Produzentin. Sie studierte Performance und Music Education in Melbourne und promoviert seit 2022 in Komposition u. a. bei Georg Friedrich Haas und George Lewis an der Columbia University in New York. Sie hat bereits mit dem Ensemble Modern, dem Mivos Quartet und der Australian National Academy of Music zusammengearbeitet. Ihre Arbeit ist stark von der Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper und seinem Erfahrungsraum geprägt. Viele Werke haben Performance-Charakter. Die Beschäftigung mit elektronischen Speichermedien steht im Mittelpunkt ihres musikalischen Denkens.
BR-Klassik verleiht der Oper Köln den Spielzeit-Frosch 2024/25

Operettenpreis für Wiederentdeckung
(PM, 29. Dezember 2025) Die Oper Köln ist am 28. Dezember 2025 in der Sendung Operetten-Boulevard auf BR-KLASSIK mit dem BR-KLASSIK Spielzeit-Frosch 2024/25 ausgezeichnet worden. Die Wiederentdeckung von Michael Krasznay-Krausz´ „Eine Frau von Format“ überzeugte die Jury und setzte sich gegen neun weitere prämierte Produktionen der Spielzeit durch. Die Premiere in Köln war am 11. Mai 2025.
„Wir belohnen mit diesem Operettenpreis auch den Mut, selten gespielte Werke herauszubringen, oder eine neue szenische Lesart zu wagen.“ so Franziska Stürz, Amélie Pauli und Dr. Stefan Frey vom BR-KLASSIK Operetten-Boulevard.
Zeitlos-virtuoses Spiel mit Geschlechterrollen
Beides war in Köln geboten: „Eine Frau von Format“ war 1927 bei der Uraufführung in Berlin ein großer Erfolg mit Fritzi Massary in der Titelrolle der türkischen Botschafterin Dschilly Bey. Doch die jüdische Herkunft des Komponisten Krasznay-Krausz und sein früher Tod im Jahr 1940 ließen das Werk in Vergessenheit geraten. Ein echter Schatz für Regisseur und Operetten-Ausgräber Christian von Götz, der in Köln das feministische Element und das Spiel mit den Geschlechterrollen virtuos in Szene setzt. Die Regie schaffte, eine Verbindung ins Heute herzustellen, indem die Charaktere auch mal aus ihren Rollen schlüpfen und die Operette nicht allzu ernst nehmen dürfen. Das zündet.
Bestechende Besetzung
Annette Dasch brilliert in der Massary-Rolle der Frau von Format. Sie trifft den Chansonton und füllt die Rolle schauspielerisch mit „unbeschreiblich weiblichem“ Leben. Richard Glöckner überzeugt als Adjutant mit wunderbarem ungarischen Operetten-Akzent als idealer Buffotenor, und Wolfgang Stefan Schwaiger glänzt als ungarischer Macho-Botschafter mit überraschend androgyner Note. Klischees werden in dieser Inszenierung bewusst und augenzwinkernd bedient, aber auch gebrochen, und das gesamte Ensemble ist auf der temporeich bespielten Drehbühne in den elegant-aufreizenden Kostümen von Sarah Mittenbühler stets in Bewegung.
Facettenreiche Musik in gelungenem Arrangement
Adam Benzwi serviert die kabaretthaft-leichte Musik in seinem eigenen Arrangement für das Gürzenich-Orchester Köln, das hier als eine Art großes Salonorchester auftritt. Saxophon und Bigband-Passagen liefern großen, unterhaltenden Sound und reißen mit, aber Benzwi brilliert auch einfach am Klavier als piano conductor trotz der akustisch herausfordernden Gegebenheiten der Interims-Spielstätte im Kölner Staatenhaus. Intendant Hein Mulders hat mit einer idealen Mischung aus Ensemblemitgliedern und Gästen und dem Vertrauen in das Konzept von Regisseur Christian von Götz die richtige Entscheidung getroffen:
Gute Kunst trotz schwieriger Umstände
„Es ist eine wahnsinnig große Ehre und auch wichtig für uns als Haus, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen bereits seit vierzehn Jahren das Kreuz der Interims-Spielstätten. Dieser Preis ist eine wunderbare Motivation, auch unter schwierigen Umständen solche unbekannten Stücke zu machen. Es zeigt, dass man überall gute Kunst machen kann, wenn man kreativ ist. Es ist schön zu sehen, dass die Operette nicht tot ist, und wenn sie gut gemacht ist, verdient sie einen Platz an jedem Opernhaus.“ (Intendant Hein Mulders auf BR-Klassik)
Mezzosopranistin des Aalto Musiktheaters Bettina Ranch erhält Deutschen Theaterpreis DER FAUST
Auszeichnung für ihre Darstellung der Kundry in Richard Wagners „Parsifal“ am Aalto Musiktheater

(PM, 16. November 2025) Große Ehre für Bettina Ranch und das Aalto Musiktheater: Die Mezzosopranistin wurde am gestrigen Abend im Theaterhaus Stuttgart mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis in der Kategorie „Darsteller:in Musiktheater“ für ihre überzeugende Darstellung der Kundry in Richard Wagners „Parsifal“ unter der musikalischen Leitung von Andrea Sanguineti und in der Inszenierung von Roland Schwab (hier können Sie die Klassikfavori-Rezension lesen).
In der veröffentlichten Jury-Begründung zur Auszeichnung von Bettina Ranch heißt es:
„Bettina Ranch als ‚Kundry‘ in der Neuinszenierung des ‚Parsifal‘ am Aalto Musiktheater Essen verkörpert die vielleicht aufregendste Frauenfigur der gesamten Operngeschichte mit atemloser physischer wie stimmlicher Präsenz. Ob im Kokon einer Zwangsjacke oder im knietiefen Wasser mit langen Haaren halbliegend im triefenden Nass oder alles gleichzeitig; unerschütterlich offenbart sie uns jedwede Facette dieser geschundenen, mit Flüchen belegten Opernfigur. Sie lässt uns teilhaben an dieser enormen Palette an Emotionen, welche wir mit ihrer makellosen, blühenden Stimme unmittelbar erfahren. Ob Schmerz, Fragilität, Wut oder Verführung, alles legt sie offen, unterstützt von einer unbändigen Spiellust, die niemals Selbstzweck ist und die schwierigsten und kaum noch zumutbaren Inszenierungsklippen mit Bravour und Expressivität meistert. Eine durch und durch preiswürdige Darstellung.“

Die gebürtige Berlinerin Bettina Ranch ist seit der Spielzeit 2016/2017 festes Ensemblemitglied am Aalto Musiktheater. Hier hat sie sich mit vielseitigen Partien ein eindrucksvolles Repertoire erarbeitet, darunter Carmen, Fricka („Die Walküre“), Adalgisa („Norma“), Maddalena („Rigoletto“), Fenena („Nabucco“), Dorabella („Così fan tutte“), Annina („Der Rosenkavalier“), Adelaide („Arabella“), als La Zia Principessa und La Frugola in Puccinis „Il Trittico“, in der Titelrolle von Glucks „Orfeo ed Euridice“ sowie als Kain in Scarlattis „Kain und Abel“.
In den vergangenen Jahren erfolgte ein gezielter Wechsel ins dramatische Repertoire. So sang sie unter anderem Brangäne („Tristan und Isolde“), Amneris („Aida“) und Preziosilla („La forza del destino“) . In der aktuellen Spielzeit 2025/2026 wird sie am Aalto Musiktheater als Gertrud in „Hänsel und Gretel“ ein weiteres Rollendebüt geben sowie erneut als Kundry in „Parsifal“ zu erleben sein.
Darüber hinaus debütiert Bettina Ranch als Fricka im neuen „Ring des Nibelungen“ an der Oper Köln unter der Leitung von Marc Albrecht und der Regie von Paul-Georg Dittrich – derzeit im „Rheingold“, ab 29. März 2026 in „Die Walküre“. Bettina Ranch war außerdem an weiteren renommierten Opernhäusern wie der Staatsoper Unter den Linden Berlin, der Deutschen Oper Berlin, der Komischen Oper Berlin, der Staatsoper Hamburg, dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg und der Nederlandse Opera Amsterdam zu Gast.
Oper Köln: Offenbachpreis 2025 für Rainer Mühlbach

(PM, 14. November 2025) Der mit 5.000 Euro dotierte Offenbachpreis geht 2025 an Rainer Mühlbach, den Musikalischen Leiter der Kinderoper Köln und Leiter des Internationalen Opernstudios seit der Spielzeit 2012-13. Der Preis wurde am 07. November 2025 im Rahmen des „Fest der schönen Stimmen“ von Norbert Pabelick, Vorstandsvorsitzender der Freunde der Kölner Oper e.V., dessen Schatzmeister Gregor Grimm und Dr. Fritz Rosenberger, einem Vertreter der Stifterfamilien, überreicht. Die jährlich verliehene Auszeichnung für herausragende künstlerische Leistungen wird von der Familie Reuschenbach und der Familie Rosenberger gestiftet.
Eines von Rainer Mühlbachs Leuchtturmprojekten der letzten Jahre in der Kinderoper Köln war die Erarbeitung von Fassungen des Wagner-Zyklus „Der Ring des Nibelungen“ für Jung und Alt ab 2017, das die Kinderoper Köln 2022 auf eine Südkorea-Tournee führte. Weitere wichtige und hochgelobte Premieren unter seiner musikalischen Leitung waren „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“, „Der Gesang der Zauberinsel“, die „Bremer Stadtmusikanten“ oder auch das Stück „Der Wunschpunsch“, das noch bis Weihnachten im Staatenhaus zu erleben ist.
An der Oper Köln leitete er u.a. Produktionen wie Schönbergs „Pierrot lunaire“, Benjamin Brittens „The Rape of Lucretia“ oder Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“. Mit den jungen Sängerinnen und Sängern des Internationalen Opernstudios arbeitet er an ihren Bühnenrollen und präsentiert sie regelmäßig in Konzerten, unter anderem in der Kölner Ringpartnerstadt Lille.
In der Spielzeit 2025-26 leitet Rainer Mühlbach zudem die Neuproduktion der mobilen Kinderoper „Max und Moritz“ sowie das inklusive Musiktheaterstück „Freikugeln“ nach C.M. von Webers „Freischütz“.
Neue Impulse für Alte Musik: Concerto Köln und HfMT Köln kooperieren
(PM, 18. September 2025) Concerto Köln und die Hochschule für Musik und Tanz Köln beginnen eine Kooperation. Diese wurde am 15. September 2025 mit einer Unterzeichnung durch Prof. Tilmann Claus (Rektor der Hochschule) und Stefan Gawlick (Geschäftsführer von Concerto Köln) offiziell besiegelt. Ziel ist es, künstlerische Praxis, Musikwissenschaft und Ausbildung enger zu verzahnen. Die Partnerschaft eröffnet neue Impulse für die historisch informierte Aufführungspraxis. Initiiert wurde das Vorhaben von Hannah Freienstein, Künstlerische Leiterin von Concerto Köln, Prof. Leonard Schelb, Leiter des Instituts für Alte Musik der HfMT Köln, und Dr. Kai Hinrich Müller, Musikwissenschaftler an der Hochschule, der bereits vielfach mit Concerto Köln zusammengearbeitet hat.
Geplant sind Workshops und Projekttage mit Ensemblemitgliedern von Concerto Köln. Studierende erhalten Einblicke in Probenprozesse. Forschungsprojekte werden in die Kooperation eingebunden. Geplant ist u.a. das Jubiläumsprojekt #WeCelebrate von Concerto Köln zu begleiten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Concerto Köln.
Theater Dortmund trauert um Gabriel Feltz

Das Theater Dortmund trauert um seinen langjährigen Generalmusikdirektor Gabriel Feltz, der am Freitag, den 29. August 2025, plötzlich und unerwartet verstorben ist. Mit Gabriel Feltz verliert die Musikwelt einen herausragenden Musiker, der für die Dortmunder Philharmoniker prägend war.
(PM, 1. September 2025) Gabriel Feltz leitete von der Spielzeit 2013/14 bis 2024/25 als Generalmusikdirektor (GMD) der Stadt Dortmund die Dortmunder Philharmoniker. In diesen zwölf Jahren prägte er das Musikleben im Ruhrgebiet nachhaltig und formte die Dortmunder Philharmoniker zu einem der führenden Orchester Nordrhein-Westfalens. 2024 wechselte er als Generalmusikdirektor zur Landeshauptstadt Kiel. Parallel dazu war er seit 2017 Chefdirigent der Belgrader Philharmoniker.
Unter seiner Leitung entstanden große Zyklen von Gustav Mahler und Sergej Rachmaninow, der unvergessene Beethoven-Marathon, eindrucksvolle Opernabende und unzählige bewegende Konzerterlebnisse. Mit seiner unerschöpflichen Energie und Leidenschaft verstand er es, Menschen für Musik zu begeistern und die Philharmoniker weit über die Stadt hinaus strahlen zu lassen. Auch in Köln überzeugte Feltz als Gastdirigent an der Kölner Oper im Staatenhaus.
Zahlreiche Vertreter des Theaters Dortmund zeigten sich tief erschüttert. Einige Stimmen:
Tobias Ehinger, Geschäftsführender Direktor des Theater Dortmund:
„Ich bin erschüttert und zutiefst traurig über den Tod von Gabriel Feltz. Er war ein großartiger Botschafter der Musik und ein ganz besonderer Mensch, der mit seiner unerschöpflichen Energie die Dortmunder Philharmoniker nachhaltig geprägt hat.“
Jordan de Souza, Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund:
„Mit tiefer Erschütterung und großer Trauer habe ich vom plötzlichen Tod meines verehrten Vorgängers Gabriel Feltz erfahren. Seine unermüdliche Arbeit und seine enorme künstlerische Vision haben das Musikleben Dortmunds nachhaltig geprägt. Mein tief empfundenes Beileid gilt seiner Familie und seinen Liebsten in dieser schweren Zeit.“
Heribert Germeshausen, Opernintendant:
„Gabriel Feltz‘ viel zu früher Tod bestürzt mich zutiefst. Er ging ganz im Musizieren auf, mit einer unglaublichen und mitreißenden Energie, insbesondere bei dem von ihm besonders geliebten Richard Wagner. Mein Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern.“
Xin Peng Wang, ehem. Intendant des Ballett Dortmund:
„Wir verlieren mit ihm einen außergewöhnlich talentierten Musiker, einen leidenschaftlichen Künstler und geschätzten Freund, dessen Hingabe zur Musik und Menschlichkeit uns allen unvergesslich bleiben werden.“
Orchestervorstand der Dortmunder Philharmoniker:
„Zwölf Jahre lang hat Gabriel Feltz die Dortmunder Philharmoniker voller Tatendrang, künstlerischer Tiefe und Ideenreichtum geführt. Unter seiner Leitung entstanden große Zyklen, unvergessene Projekte und bewegende Konzerterlebnisse. Mit offenem Ohr und Herzen verstand er sich als Kollege unter Kolleginnen und Kollegen – und als Botschafter im Dienste der Musik, der Kultur und unserer Stadt. Sein Wirken hat Spuren hinterlassen, die bleiben. Gabriel Feltz wird uns fehlen – als Musiker, Mensch und Freund.“
Das Theater Dortmund gedenkt einem großen Künstler sowie Menschen und fühlt sich besonders seiner Familie in dieser schweren Zeit verbunden.
14. Europäischer Opernregiepreis: Das Finale steht an
Die Finalrunde des 14. Europäischen Opernregiepreises (EOP) zur Förderung junger Regietalente stehtfest – Gewinnerteam inszeniert „Hoffmanns Erzählungen“ am Staatstheater Wiesbaden
(PM 21. Mai 2025) Die Finalist*innen der 14. Ausgabe des renommierten European Opera Directing Prize stehen fest. In diesem Jahr entscheidet die Jury aus insgesamt 92 Bewerbungen aus 34 Nationen. Im Halbfinale, welches am 01. und 02.05. am Hessischen Staatstheater Wiesbaden stattfand, konnten sich nun vier Teams mit ihren Konzepten durchsetzen und einen Platz im Finale ergattern, das im Herbst 2025 in Genf stattfindet. Die Teams waren aufgerufen, ein Inszenierungskonzept für Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ einzureichen. Im Halbfinale Anfang Mai präsentierten zehn Teams ihre Ideen vor der Preisjury und stellten sich den Fragen der Jury. Das Finale des EOP wird während der Herbstkonferenz von Opera Europa in Genf stattfinden; hier sind die Kreativteams eingeladen, eine von der Jury festgelegte Szene aus „Hoffmans Erzählungen“ mit Sänger*innen zu inszenieren.
Das Team, welches auch im Finale die Jury von sich überzeugen kann, wird „Hoffmanns Erzählungen“ in der Spielzeit 2026/27 am Staatstheater Wiesbaden inszenieren. Der EOP wurde 2000 von dem in Wiesbaden ansässigen gemeinnützigen Verein Camerata Nuova e.V. ins Leben gerufen und findet alle zwei Jahre statt. Ab 2025 übernimmt Opera Europa die Ausrichtung des Wettbewerbs. Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung des Nachwuchses im Bereich Opern-Regie. Die Finalist*innen des European Directing Prize sind:
- Benedikt Arnold (Regie), mit Xandi Vogler und Ella Steinbach (Bühne & Kostüm) und Nikita Dubov (Dramaturgie)
- Franciska Éry (Regie), mit Harry Pizzey (Bühne & Kostüm) Mathieu Cabanes (Licht)
- Vivien Hohnholz (Regie), mit Magdalena Hilpold (Bühne), Katharina Oleksinska (Kostüm) und Carlotta Rogge (Konzeption & Dramaturgie)
- Dennis Krauß (Regie & Design), mit Maria O’Herce (Choreografie)
Zur Jury des Wettbewerbs gehören in diesem Jahr:
- Barbara Minghetti, Vorsitzende, Künstlerische Leiterin Teatro Sociale di Como /Verdi OFF Parma
- Chrysoline Dupont, Künstlerische Leiterin Opéra Comique Paris, designierte Generaldirektorin Opéra national du Rhin Strasbourg
- Dorothea Hartmann, Intendantin Hessisches Staatstheater Wiesbaden
- Ina Karr, Intendantin Luzerner Theater
- Thomas de Mallet Burgess, Operndirektor Finnish National Opera & Ballet
- Fergus Sheil, Künstlerischer Leiter Irish National Opera
WDR Sinfonieorchester – Das Programm der Spielzeit 2025/26 ist online
(15. Mai 2025) Auftakt der Saison 2025/26 bilden drei Konzerte beim internationalen Enescu Festival in Rumänien. Auf der Agenda des WDR-Sinfonieorchester stehen neben Auslandstourneen und vielen Konzerten im „Stammhaus“, der Kölner Philharmonie, auch 15 Auftritte in ganz NRW.
Erstmals dirigieren Simone Young, Duncan Ward und Patrick Hahn Konzerte mit dem Orchester in Köln. Solisten wie Louis Lotti und Alexander Melnikov feiern ihre WDR-Debüts und die bewährte künstlerische Zusammenarbeit u.a. mit Frank Peter Zimmermann, Kian Soltani und Maxim Emelyanychev wird fortgesetzt.
Artist in Residence ist die Geigerin Isabelle Faust, die in drei Konzerten die ganze Bandbreite ihres Könnens zeigen wird.
Cristian Măcelaru wird in drei großen Projekten die Kontinuität seiner Arbeit mit dem Orchester als ‚Artistic Partner‘ wahren. Die designierte Chefdirigentin Marie Jacquot (ab 2026/27) leitet zwei Konzertprogramme und kombiniert im November 2025 Bruckners siebte Sinfonie mit einem Orgelkonzert von Georg Friedrich Händel.
Auf der Internet-Präsenz des WDR-Sinfonieorchesters erhalten Sie die Saisonbroschüre als PDF (hier auch im direkten Download). Online finden Sie natürlich weitere Informationen.
Immer. Always. Toujours. Theater.« Theater Bonn feiert 60-jähriges Jubiläum des Opernhauses

(PM (gekürzt, 6. Mai 2025) Bonn. Über 1.000 Gäste feierten am Montag, dem 5. Mai 2025 feierte das Bonner Opernhaus – unter dem Motto »Immer. Always. Toujours. Theater.« – sein 60-jähriges Bestehen. 1965 in der Bonner Republik gegründet und in den 1980er Jahren als »Scala am Rhein« bejubelt, hat sich das Haus heute als Theater für Alle etabliert: offen, vielfältig, international: 26 Nationen arbeiten hier gemeinsam an den Produktionen.
Der Abend wurde von Generalintendant Dr. Bernhard Helmich und Nathanael Liminski, NRW-Landesminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien, eröffnet. Liminski betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Opernhauses als bundesweites Kulturzentrum: „Dank der Arbeit der Bonner Oper können wir davon sprechen, dass Bonn auch kulturell einen Mehrwert für ganz Deutschland bietet.“ Das direkt am Rhein gelegene Opernhaus sei für ihn zudem „noch immer ein Stück Heimat“, so der gebürtige Bonner.
Ab 19.30 Uhr erlebten die über 1.000 geladenen Gäste eine festliche wie unterhaltsame Gala, in deren Rahmen Thorsten Kutschke, Verleger des Magazins OPERNWELT, dem Opernchor stellvertretend für die ganze Produktion „Moses und Aron“ den Preis in der Kategorie „Aufführung des Jahres“ der Kritikerumfrage der „Opernwelt“ verlieh. Außerdem standen Solistinnen und Solisten des Opernensembles, der Kinder- und Jugendchor und Mitglieder des Schauspielensembles auf der Bühne – insgesamt über 100 Künstlerinnen und Künstler. Es spielte das Beethovenorchester Bonn unter der Leitung von Generalmusikdirektor Dirk Kaftan.
Die Festrede hielt Katja Dörner. „Die Oper gehört zur bunten, lebensfrohen Vielfalt hier in Bonn und ist eines der führenden Musiktheater in NRW. Generalintendant Dr. Bernhard Helmich und sein Team vermitteln eine wichtige Botschaft: Oper bietet Angebote für alle Menschen – von Kindern bis zu Seniorinnen und Senioren. Um diese Erfolgsgeschichte weiterzuführen, starten wir nun den vom Miteinander der Akteure geprägten Prozess ‚Zukunftsagenda Bonner Bühnen‘, mit dem wir stabile Strukturen für eine lebendige, bereichernde und anregende Kultur in Bonn schaffen“, so die Oberbürgermeisterin.
Mit seinem Jubiläumsmotto »Immer. Always. Toujours. Theater.« knüpft das Theater an den Bonner Vierklang »Freude. Joy. Joie. Bonn.« an – und macht deutlich: Wir sind Teil dieser Stadt. Hier wird seit jeher Theater gemacht – und auch in Zukunft wird es immer Theater geben: Das Theater versteht sich als Ort der Begegnung, als Bühne für gesellschaftliche Themen und als kulturelles Zentrum am Rhein.
Das Opernhaus setzt ein Zeichen: für den Erhalt, für die Relevanz und für die Kraft des Theaters. »Immer Theater« – Denn, wie Dr. Bernhard Helmich in seiner Rede feststellte: „Oper in Bonn ist mehr als klassisches Opernerlebnis. Oper ist zum Beispiel Vermittlung. Oper ist auch Begegnung und Gemeinschaft. Oper ist international. Oper ist auch Zukunft: In der Spielzeit 2024/25 haben uns 30.000 Menschen unter 27 Jahren besucht. Oper ist ein Ort der Reflexion und der Entschleunigung. Bei all dem ist Oper natürlich auch große Kunst!“
Vorverkaufsbeginn für das „zamus: early music festival – Ekstase und Kontemplation“

(PR 13. März 2025) Köln. Der Vorverkauf für das zamus: early music festival 2025 hat begonnen! Unter dem Motto Ekstase und Kontemplation findet das Festival vom 21. bis 31. Mai statt und bietet nahezu 30 Konzerte und Veranstaltungen. Über 40 Solistinnen und Solisten sowie Ensembles feiern die historische Musik, die durch zeitgenössische Einflüsse neue Horizonte eröffnet und Verbindungen schafft. Die Barockgeigerin Midori Seiler übernimmt in diesem Jahr die künstlerische Leitung. Sie ist eine Expertin für historische Aufführungspraxis, bezieht gern auch moderne Elemente ein. Sei lebt seit vielen Jahren in Köln.
Bereits bei ihrer Ernennung äußerte sie sich begeistert: „Ich werde Teil des Teams des coolsten und ungewöhnlichsten Festivals sein.“ Zum diesjährigen Thema erklärt sie: „Kontemplation ist heute in anderen Zusammenhängen in Mode, wie etwa bei den allgegenwärtigen Yoga- und Meditationskursen oder der explodierenden Anzahl von Achtsamkeits-Apps. Oft fehlt jedoch die Gegenseite – die Ekstase –, das Aus-Sich-Heraustreten, bei dem das eigene Ich vollkommen losgelassen wird und man in etwas Größeres eintaucht, sei es im eigenen Selbst oder im Außen.“
Das Festival eröffnet mit dem Ensemble Marsyas Baroque und dem Flamenco-Tänzer Martí Corbera, die das barocke Versdrama „La vida es sueño“ von Pedro Calderón de la Barca interpretieren. Es geht um Spannungen zwischen freiem Willen und Vorherbestimmung, Barockmusik verbindet sich mit Flamenco-Tanz. Das Duo Pleyel präsentiert Beethovens 6. Sinfonie in einer vierhändigen Klavierbearbeitung von Carl Czerny.
Es gibt wieder einen „early music marathon“ in der Festivalmitte. Am 25. Mai können Familien beim Kinderkonzert und Bastel-Workshop im BüzE Ehrenfeld Alte Musik und Schauspiel erleben. Im Anschluss geht es im Stadtgarten u.a. mit dem zamus: amateur barock orchester und dem Ensemble Oxford Maqam, weiter. Einblicke in die menschliche Sterblichkeit sowie Opernhafte Elemente laden zu Meditation und gemeinsamem Tanzen ein.
Mit unserem Symposium möchten wir auch dieses Jahr wieder einen Raum bieten, in dem neue Strategien in der Alten Musik imaginiert, diskutiert und angeregt werden können. Unter dem Thema „Creating New Spaces: Approaches to colonial Heritage in Early Music” werden renommierte Musiker:innen und Wissenschaftler:innen zu Wort kommen.
Die Abschlussveranstaltung „Botanica“ ist eine transdisziplinäre und umweltaktivistische Arbeit des zamus: kollektiv. Mit Musik von u.a. Henry Purcell und Jean-Féry Rebel, Barocktanz und Videoinstallationen folgt die Performance einem Prinzip der Barockpraxis: jede Kunstsparte wird durch die anderen ergänzt und emporgehoben. Regie führt Choreograph Bernd Niedecken.
Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, darunter Opern, Kammermusik und innovative Musiktheaterformate, lädt das zamus: early music festival dazu ein, die Grenzen zwischen Kontemplation und Ekstase zu erkunden und neue musikalische Erfahrungen zu machen.
Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie auf der Festival-Website.
Patrick Hahn wird neuer Direktor des Ensemble intercontemporain
Rachida Dati, Ministerin für Kultur, gibt die Ernennung von Patrick Hahn zum Direktor des Ensemble intercontemporain bekannt, auf Vorschlag seiner Präsidentin Emma Lavigne und im Einvernehmen mit dem Rat des Ensembles.
(PR 10. März 2025) Patrick Hahn studierte Musikwissenschaft, Literatur und Philosophie an der Universität zu Köln und ist künstlerischer Leiter der Konzertreihe Musik der Zeit des WDR-Sinfonieorchesters und des Festivals Wittener Tage für neue Kammermusik. Zuvor war er Dramaturg der Staatsoper Stuttgart und anschließend künstlerischer Direktor des Gürzenich-Orchesters Köln.
Dank seiner Expertise im Bereich des musikalischen und spartenübergreifenden künstlerischen Schaffens sowie seiner umfassenden Kenntnis der zeitgenössischen Musik auf internationaler Ebene wird Patrick Hahns Priorität darin bestehen, das Repertoire und die Uraufführungen des Ensembles zu fördern. Er wird neue Ansätze zur Aufführung und zum Erleben von Musik entwickeln und gleichzeitig die vom Ensemble und seinem musikalischen Leiter Pierre Bleuse verfolgte Politik der herausragenden künstlerischen Qualität, der Strahlkraft und der Aufgeschlossenheit stärken.
Im Rahmen der Aufgabe, das Ensemble intercontemporain in die Cité de la musique – Philharmonie de Paris zu integrieren, die die Ministerin dem Generaldirektor Olivier Mantei anvertraut hat, wird Patrick Hahn eng mit dem Generaldirektor zusammenarbeiten, um einen nahtlosen Übergang zu schaffen und sicherzustellen, dass das Ensemble intercontemporain die Möglichkeiten, die dieser neue institutionelle Rahmen bietet, in vollem Umfang nutzt.
Patrick Hahn wird sein Amt offiziell am 1. Juli 2025 antreten. Er tritt die Nachfolge von Olivier Leymarie an, der zum stellvertretenden Direktor des Festival International d’Art Lyrique d’Aix-en-Provence ernannt wurde.
Koblenz: Marzena Diakun neue Chefdirigentin des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie

Kulturstaatssekretär Jürgen Hardeck stellt Marzena Diakun als neue Chefdirigentin des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie in Koblenz vor
(PR 5. März 2025) Ab der Spielzeit 2026/2027 wird die polnische Dirigentin Marzena Diakun Chefdirigentin des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie in Koblenz. Das gab Kulturstaatssekretär Jürgen Hardeck im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. Diakun folgt damit auf Benjamin Shwartz, der die Position seit der Spielzeit 2022/2023 innehatte und das Koblenzer Orchester aus persönlichen Gründen im gegenseitigen Einvernehmen bereits zum Ende der Spielzeit 2024/2025 verlässt. Schon ab Mai 2025 wird Marzena Diakun als designierte Chefdirigentin mit der Rheinischen Philharmonie zu erleben sein.
Kulturministerin Katharina Binz freut sich über die Wahl von Marzena Diakun, an der Mitglieder des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie eng beteiligt waren: „Als künstlerische Leiterin und Chefdirigentin des Orquesta y Coro de la Comunidad de Madrid hat Marzena Diakun durch ihre musikalischen Interpretationen eine internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dass in der mehr als 370-jährigen Geschichte des Orchesters erstmals eine Frau die Aufgabe als Chefdirigentin übernimmt, freut mich besonders. Es dokumentiert die hohe musikalische Exzellenz dirigierender Frauen, die erfreulicherweise mehr und mehr in den Konzertsälen zu erleben ist. […] Ich danke sehr herzlich Benjamin Shwartz, der in den vergangenen Jahren das Orchester immer wieder zu Höchstleistungen angespornt hat und Frau Diakun einen bestens aufgestellten Klangkörper hinterlässt.“
Marzena Diakun blickt voller Vorfreude auf ihre neue Tätigkeit in Koblenz: „Mein erstes Konzert mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie war am Geburtstag von Clara Schumann. Wir haben natürlich auch Robert Schumann gespielt. Dann haben wir uns für ihren Freund Brahms wiedergetroffen, bei der Endausscheidung für diese Position. Bei einer Chefdirigentenstelle geht es um das Musizieren mit Freunden, in einer Familie, um Synergie, um das gemeinsame Weiterwachsen jeweils von dort, wo wir am Ende einer Woche aufhören, und darum, den Horizont unserer Erwartungen an uns selbst als Musiker und als Menschen weiter zu verschieben. Ich bin wirklich sehr glücklich und sehr dankbar für das Vertrauen, das mir dieses wunderbare Orchester und sein Management entgegengebracht hat. Ich freue mich enorm auf diese neue Ära in Koblenz.“
Der Intendant des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie, Günter Müller-Rogalla, zeigt sich begeistert und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Marzena Diakun: „Ich freue mich sehr, dass Marzena Diakun unsere zukünftige Chefdirigentin sein wird, denn ich bin fest davon überzeugt, dass es ihr gelingen wird, das Staatsorchester Rheinische Philharmonie auf seinem Weg in den kommenden Jahren künstlerisch und menschlich weiterzubringen. […] Dass Marzena Diakun zudem schon vor ihrem Amtsantritt in der Spielzeit 2026/27 bereits einige Male für geplante Konzertprojekte zu uns kommen wird, ist ein weiterer besonders schöner Aspekt der anstehenden gemeinsamen Arbeit.“
Dr. Katharina Kost-Tolmein zum Vertragsende ihrer Generalintendanz am Theater Münster Ende 2026/27

Nach einer schon länger anhaltenden Diskussion um ihr Amt als Generalintendantin des Theaters Münster hat die Stadt den Vertrag von Katharina Kost-Tolmein nicht verlängert (hier ein Beitrag von WDR3-Mosaik). Wir geben hier die offizielle Stellungnahme der Generalintendantin wieder.
(PR 12. März 2025) „Gestern habe ich erfahren, dass die Stadt Münster den Vertrag mit mir als Generalintendantin des Theater Münster über die Spielzeit 2026/27 hinaus nicht verlängern wird. Ich bedauere sehr, dass die Stadt Münster damit den von ihr selbst initiierten und ausdrücklich begrüßten Prozess der künstlerischen Neuausrichtung des Theaters, für den ich ab der Spielzeit 2022/23 engagiert worden bin, an einem Punkt abbricht, an dem die herausfordernde Arbeit der Ensembles und Sparten an unserem Haus sichtbar beginnt, Früchte zu tragen.
Obwohl unsere Startphase in vielfacher Hinsicht durch die Endphase der Corona-Pandemie geprägt war, die das Theaterleben in Münster schwer beeinträchtigt hatte, konnten wir mit unserem vielfältigen Spielplan zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der Vor-Corona-Zeit wiedergewinnen und dazu neues Publikum aufbauen: Das ermöglichten in neue perspektive gerückte Repertoire-Stücke wie „Wallenstein“, „Dreigroschenoper“, „Tod eines Handlungsreisenden“, „Rigoletto“ , „Carmen“ oder „La Bohéme“ ebenso wie Uraufführungen mit brisantem lokalem oder aktuellem Bezug wie „Kinderhäuser“ oder „And now Hanau“ (für den Theaterpreis FAUST nominiert und gespielt im Landgericht Münster, aber auch in Rathäusern in Berlin, Hamburg und Frankfurt u.a.), neue Musiktheaterwerke für junges Publikum oder Outreach-Formate wie TanzNAH.
Wir sind froh, dass wir dem Münsteraner Publikum regelmäßig Produktionen zeigen konnten, denen durch Festivaleinladungen, Auszeichnungen, Nominierungen und überregionale Aufmerksamkeit besondere künstlerische Qualitäten bestätigt wurden wie „Leben des Orest“, „Elektra“, „zoroastre“, „Internat“, „Leonce und Lena und Lenz“, „Nachkommen – ein lautes Schweigen“, „Sacre“ oder „Der Katze ist es ganz egal“. Schließlich sind wir stolz darauf, in welchem Maße unser junges Theater eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen nicht nur als Zuschauer:innen anspricht, sondern in vielfältiger Weise zur aktiven Mitgestaltung in unsere Arbeit involviert.
Wir freuen uns nun auf weitere zweieinhalb jahre, in denen wir unser städtisches, regionales wie überregionales Publikum weiter für das gewinnen können, was wir versprochen haben und was wir selbst am liebsten machen: ein spielfreudiges, unterhaltsames, formenreiches und exzellentes Theater, das sich mit der Welt auseinandersetzt, in der wir leben, die uns überrascht, verärgert, entsetzt und die bisweilen auch komisch ist.
Dass sich unter den Menschen, die in immer größerer Zahl in unser Haus kommen und uns inzwischen regelmäßig ausverkaufte Vorstellungen mit Standing Ovations bescheren, auch immer mehr Menschen mit Behinderungen finden, freut uns besonders. Denn Inklusion ist eines der großen und langfristig angelegten Projekte, für das wir uns mit Hilfe der Förderung des Landes NRW am Theater Münster intensiv einsetzen. Eine der Formen, die wir dabei entwickelt haben, ist „Theater entspannt“ – denn auch das ist eine Kunst: sich über das zu freuen und das auf sich einwirken zu lassen, was auf der Bühne geschieht, ohne gleichzeitig selbst etwas repräsentieren, beurteilen oder sich dabei an ungeschriebene, aber nicht weniger zwingende Regeln halten zu müssen.“
Die Essener intendantin Dr. Merle Fahrholz verlängert ihren Vertrag nicht
Die Vertragslaufzeit der Intendantin des Aalto-Musiktheaters und der Essener Philharmoniker endet im Sommer 2027.
(PR 27. Februar 2025) Dr. Merle Fahrholz, Intendantin des-Aalto Musiktheaters und der Essener Philharmoniker, wird ihren Dienstvertrag auf eigenen Wunsch nicht über die vereinbarte Laufzeit bis zum Ende der Spielzeit 2026/2027 hinaus verlängern.

Darüber informierte sie den Aufsichtsrat der Theater und Philharmonie Essen. Das Gremium hat die Entscheidung von Dr. Merle Fahrholz, die im Sommer 2022 die Intendanz für die beiden Sparten übernommen hat, mit Respekt und Verständnis aufgenommen.
Barbara Rörig, Vorsitzende des Aufsichtsrates, äußert sich dazu: „Ich bedauere die Entscheidung von Frau Dr. Fahrholz sehr. Sie hat in den ersten zweieinhalb Jahren ihrer Intendanz wichtige und mutige Impulse gesetzt. Die Kommunikation zwischen dem Aufsichtsrat und Frau Dr. Fahrholz war in dieser Zeit stets von gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen geprägt. Selbstverständlich wird der Aufsichtsrat die Zusammenarbeit mit ihr in der verbleibenden Zeit in gleicher Weise fortführen und Frau Dr. Fahrholz dabei in vollstem Umfang unterstützen. Ich persönlich freue mich auf zwei spannende und künstlerisch vielfältige Spielzeiten für das Musiktheater und die Essener Philharmoniker.“
Die Findungskommission des Aufsichtsrats will nun unmittelbar einen Prozess zur Suche einer Nachfolge einleiten.
Vorreiter im Klimaschutz: Museum Folkwang zukünftig mit 100% erneuerbaren Energien
Das Museum Folkwang hat einen weiteren Fortschritt in seinen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen erreicht: Der Rat der Stadt Essen hat am 18. Dezember 2024 beschlossen, das Museum durch Investitionen in moderne Wärmepumpen-Technologie auf eine Energieversorgung aus vollständig erneuerbaren Quellen umzustellen. Damit baut das Museum Folkwang im bundesweiten Vergleich der Kulturinstitutionen seine Vorreiterrolle im Bereich Nachhaltigkeit aus und setzt ein Zeichen für die Vereinbarkeit von kultureller und ökologischer Verantwortung.

(PR 19. Dezember 2024, gekürzt) „Das Museum Folkwang ist in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Gebäude. Mit der Entscheidung des Rates ist es nun auch in Puncto Nachhaltigkeit ein Vorzeigeprojekt“, Oberbürgermeister Thomas Kufen begrüßt die Planungen.
Seit 2019 verfolgt das Museum Folkwang das Ziel, seine Klimabilanz nachhaltig zu verbessern. Schritte zu diesem Ziel sind die sukzessive Umstellung der Gebäudetechnik auf 100% erneuerbare Energien, ein ökologisch verantwortungsbewusster Museumsbetrieb oder Projekte zur Förderung von Biodiversität wie die Begrünung der Dach- und Außenflächen mit insektenfreundlichen Pflanzen.
Nach der Errichtung einer hauseigenen Photovoltaik-Anlage im Jahr 2022 und der bereits erfolgten Umrüstung auf Ökostrom betriebene Kälteanlagen wird nun mit der Umstellung der Wärme- und Dampfversorgung von Erdgas auf erneuerbare Energien ein weiterer großer Schritt zur Dekarbonisierung des Museums umgesetzt. Zukünftig kann vollständig auf fossile Brennstoffe verzischtet werden. Der Beschluss des Rats der Stadt Essen unterstreicht somit die enge Verbindung zwischen kultureller Verantwortung und ökologischer Nachhaltigkeit und markiert einen Meilenstein auf dem Weg zum Grünen Museum.
„Der Ratsbeschluss bestärkt uns in unserer Rolle als Vorbild für ökologische Nachhaltigkeit im Kultursektor“, so Peter Gorschlüter, Direktor des Museum Folkwang. „Der Weg zum klimafreundlichen Museum ist ein fortlaufender Prozess. Wir sind fest entschlossen, diesen weiter konsequent zu beschreiten und unsere Vision eines klimaneutralen Museums aktiv umzusetzen.“
Weitere Informationen zu den Klimaschutzmaßnahmen des Museums finden Sie unter museum-folkwang.de/das-gruene-museum.
Generalintendant Prof. Christoph Meyer legt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zum 30. März 2025 nieder
Nach über 15 erfolgreichen Spielzeiten als Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein wird Prof. Christoph Meyer aus gesundheitlichen Gründen sein Amt vorzeitig zum 30. März 2025 niederlegen.

(PR 16. Dezember 2024, gekürzt) „Ich habe mich nach langer reiflicher Überlegung und mit schwerstem Herzen zu diesem Schritt entschlossen“, so Prof. Christoph Meyer. „Doch mein gesundheitlicher Zustand lässt es nach ärztlicher Rücksprache leider nicht zu, die Deutsche Oper am Rhein weiterhin mit der notwendigen Energie, Kraft und Verantwortung zu führen. Ich bin sehr stolz auf das in den vergangenen Jahren zusammengestellte und entwickelte Team, unsere Ensembles, die Verantwortlichen in allen Werkstätten, auf den Bühnen und in allen Bereichen und weiß die Deutsche Oper am Rhein damit in guten Händen.“
„Prof. Christoph Meyer hat für die Oper, das Ballett und die Junge Oper sowohl in Düsseldorf als auch in Duisburg in den vergangenen 15 Jahren Herausragendes geleistet“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Deutschen Oper am Rhein, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Der programmatische Anspruch, durch hohe künstlerische Qualität und eine breite Angebotspalette möglichst viele Menschen für Oper und Ballett zu begeistern, hat die ,Ära Meyer‘ an der Deutschen Oper seit 2009 entscheidend geprägt. Wir sind Prof. Meyer für seine Verdienste um Oper und Ballett am Rhein zu großem Dank verpflichtet und bedauern sehr, dass er gesundheitlich nicht in der Lage ist, wie geplant bis 2027 für die Deutsche Oper am Rhein zu wirken. Wir wünschen ihm von Herzen alles Gute.“
Prof. Christoph Meyer, 1960 in Lüneburg geboren, studierte Theater und Musikwissenschaften in München und kam nach Stationen in Mannheim, Köln, Barcelona, Berlin, Basel und Leipzig 2009 als Generalintendant an die Deutsche Oper am Rhein.. Meyer präsentierte während seiner Amtszeit dem Publikum eine vielfältige Auswahl international renommierter Regiehandschriften, holte unter anderem die Regisseurinnen und Regisseure Lotte de Beer, David Bösch, Johannes Erath, Tatjana Gürbaca, Claus Guth, Andreas Homoki, Stefan Herheim, Dietrich W. Hilsdorf, Immo Karaman, Barrie Kosky, Elisabeth Stöppler und Michael Thalheimer nach Düsseldorf und Duisburg.
Der Aufsichtsrat der Deutschen Oper am Rhein wird in seiner nächsten Sitzung im Februar 2025 über eine interimistische Nachfolgeregelung für die künstlerische Leitung ab April 2025 bis voraussichtlich Juli 2027 entscheiden. Das reguläre Verfahren zur Neubesetzung einer neuen Intendanz spätestens zur Saison 2027/28 hat bereits begonnen.
Den vollständigen Text dieser Medieninformation finden Sie auf der Internetpräsenz der der Deutschen Oper am Rhein.
Opernstudio Niederrhein sucht Sänger
Für die Spielzeit 2025/26 werden zwei Stipendien vergeben. Nachwuchskünstler können sich bis 22. Januar bewerben.
Das Theater Krefeld und Mönchengladbach bietet seit über zehn Jahren mit seinem Opernstudio Niederrhein jährlich fünf jungen Künstlerinnen und Künstlern den Einstieg in eine professionelle Bühnenlaufbahn. Für die Spielzeit 2025/26 werden noch eine Sopranistin und ein Tenor gesucht.
Hochtalentierte, junge Nachwuchskünstlerinnen und -künstler erarbeiten sowohl eigenständige Produktionen und Projekte als auch Partien in Neuproduktionen. Sie übernehmen kleinere und mittlere Rollen im laufenden Repertoirebetrieb des Theaters.
Durch das breitgefächerte Programm des Musiktheaters Krefeld und Mönchengladbach sammeln die Mitglieder des Opernstudios Niederrhein Erfahrungen in allen musikalischen Genres – über Oper, Operette und Musical, bis hin zu spartenübergreifenden Einsätzen mit dem Schauspiel- und Ballettensemble.
Seit der Spielzeit 2019/20 ist das Opernstudio Niederrhein Teil des Projekts Junges Theater Krefeld Mönchengladbach, in dem die Nachwuchsförderung auch auf die Sparten Tanz, Schauspiel und Orchester erweitert wird.
Das Vorsingen findet im März 2025 statt.
Die Bewerbungsfrist endet am 22. Januar 2025.
Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Bewerbung gibt es hier:
theater-kr-mg.de/opernstudio-niederrhein
Produktion der Oper Dortmund erhält Theaterpreis DER FAUST
Regisseur Ingo Kerkhof in Kategorie „Inszenierung Musiktheater“ für FIN DE PARTIE von György Kurtág ausgezeichnet.

(PR 18. November 2024) Regisseur Ingo Kerkhof ist am 16. November 2024 mit dem Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Inszenierung Musiktheater“ für seine Arbeit an der Oper Dortmund ausgezeichnet worden. Kerkhofs Regie von György Kurtágs einziger Oper FIN DE PARTIE – basierend auf Samuel Becketts Drama ENDSPIEL – wurde von der Jury mit der Begründung ausgezeichnet, dass es der Oper Dortmund gelang, Kurtágs Oper endlich zu ihrer fulminanten Deutschen Erstaufführung zu bringen. Intendant Heribert Germeshausen hatte sich bereits 2015 um die Aufführungsrechte bemüht und beauftragte Ingo Kerkhof mit der szenischen deutschen Erstaufführung, die am 1. März 2024 in der Oper Dortmund ihre Premiere hatte.
Wie in der Uraufführung im Jahr 2018 an der Mailänder Scala standen die zwei Protagonisten Frode Olsen und Leonardo Cortellazzi auf der Dortmunder Opernbühne.
Ingo Kerkhof hat sich gerade als Regisseur von Bühnenwerken Neuer Musik einen Namen gemacht, etwa mit den Zweit-Inszenierungen von Luca Francesconis „Quartett“ (Oper Dortmund 2019) oder Wolfgang Rihms „Dionysos“.
Mit Johannes Kalitzke stand einer der namhaftesten deutschen Dirigenten für zeitgenössische Musik am Pult der Dortmunder Philharmoniker.
Opernintendant Heribert Germeshausen gratulierte Ingo Kerkhof sehr herzlich für seinen FAUST-Preis. „Das gesamte Team der Oper Dortmund schätzt die Arbeit mit Ingo Kerkhof sehr, da wir ihn nicht nur als kompetenten Opernregisseur erleben, sondern auch als einen sehr angenehmen und kollegialen Menschen. Dass mit diesem Preis Kerkhofs große Kreativität, gepaart mit seinem hohen handwerklichen Können, ausgezeichnet wird, erfüllt uns mit großem Stolz.“
Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat. Gefördert im Rahmen von Fonds Neues Musiktheater 2023.
Ein Kommentar zu „Presse“