Olga Neuwirths „Orlando“ feiert an der Staatsoper in Wien Uraufführung

Und für die erste abendfüllende Uraufführung einer Komponistin an der Wiener Staatsoper seit 150 Jahren werden alle Register gezogen. Olga Neuwirths Orlando nach Woolfs gleichnamigem Roman – in Wien verkörpert von Kate Linsley – kommt sogar im hier und jetzt an! (Von Klaus Kalchschmid)
Olga Neuwirths „Orlando“ feiert an der Staatsoper in Wien Uraufführung weiterlesen

Das Land des Lächelns am Aalto-Theater feiert in der Regie von Sabine Hartmannshenn bald Premiere! Und da gibt es was zu sagen …

Sabine Hartmannshenn ist Opern-Regisseurin. Und darf für sich beanspruchen, was alle renommierten Regisseur*innen behaupten. Sie hat an allen namhaften Opernhäusern inszeniert! Am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, am Fenice in Mailand, an der Staatsoper Hamburg, am Kongelige Teater Kopenhagen. Ihre “Lulu” für die Göteborger Oper ist von der Kritik zur „Produktion des Jahres 2002“ in Schweden gewählt worden. Ihre “Phaedra”-Inszenierung für die Deutsche Oper am Rhein ist als Höhepunkt im Henze-Jahr 2010 bejubelt worden. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an Puccinis “Il Trittico” für Köln, wo drei Regisseurinnen jeweils übernommen haben. Sabine Hartmannshenn den “Tabarro”, wo eine noch unbekannte Asmik Grigorian eine wunderbare Giorgetta gegeben hat. Auch zwei Operetten gehören zu ihrem Erfahrungsschatz. Kommenden Samstag, am 7. Dezember, feiert am Aalto-Theater in Essen ihre dritte Operettenproduktion, Franz Lehárs „Land des Lächelns“ Premiere. Sind Operetten wieder angesagt? Das Jacques Offenbachjahr scheint Mut gemacht zu haben. Wobei das “Land des Lächeln” mit Vorbehalten an den Start geht. Die Wuppertaler Inszenierung im letzten Jahr hat für einen Skandal gesorgt. (Das Gespräch mit Sabine Hartmannshenn führt Sabine Weber)

Sabine Hartmannshenn. Foto: Andreas Zobe

Das Land des Lächelns am Aalto-Theater feiert in der Regie von Sabine Hartmannshenn bald Premiere! Und da gibt es was zu sagen … weiterlesen

Die Frankfurter Oper entdeckt Gabriel Faurés „Pénélope“. Ein Wunder an Klängen – in einer hilflosen Regie

Die Entdeckung französischer Opern schreitet fort! Nach César Francks „Hulda“ in Freiburg erwirbt sich jetzt Frankfurt Meriten mit Gabriel Faurés „Pénélope“. Faurés Opernwerk ist das Unikat eines geschätzten Lied- und Kammermusikkomponisten. Das Prélude zum ersten Akt zählt, neben seiner Schauspielmusik zu „Pelléas et Mélisande“, zu seinen sinfonischen chef-d‘œuvres. Aber die dreiaktige Oper findet nach ihrer Uraufführung in Monte Carlo 1913, als Eröffnungspremiere im neuen Champs-Elysées Theater in Paris im selben Jahr und noch einmal aufgeführt 1919 an der Opéra-comique keine Gnade im Repertoire. Die Musik ist soghaft berauschend, dennoch der französischen Clairté verhaftet und bietet kammermusikalisch durchleuchtete lyrische Momente der ganz besonderen Art. Und auch die Gesangspartien legen sich dankbar geformt darüber und darein. Interpretinnen wie Régine Crespin oder Jessye Norman haben die Partie der Pénélope nie verschmäht und aufgenommen. An der Oper in Frankfurt hat man sich an eine Gesamtaufführung gewagt. In der aktuellen Produktion ist die Irin Paula Murrihy als Pénélope zu erleben und kehrt das noble und edle dieser Partie heraus. Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter Joanna Malwitz lässt die Partitur glänzen und glitzern. (Sabine Weber) Die Frankfurter Oper entdeckt Gabriel Faurés „Pénélope“. Ein Wunder an Klängen – in einer hilflosen Regie weiterlesen

Das Theater Dortmund eröffnet seinen Wagner-Kosmos mit Lohengrin! Und Elsa wandelt mit Freud durch einen Alptraum!

Mit himmlisch ätherischen Klängen geht es im Vorspiel in „die Geschichte eines sagenhaften Mannes, der das Weib sucht, das ihn unbedingt liebe…“ So Richard Wagner in der Mitteilung an seine Freunde 1851 über seine neue Oper „Lohengrin“. Wagner will, dass sein sagenhafter Schwanenritter  „nach dem einzigen sucht, das ihn aus seiner Einsamkeit erlösen, seine Sehnsucht stillen könnte – nach Liebe, nach Geliebtsein, nach Verstandensein durch die Liebe.“ Ein Scheitern ist unausweichlich – denn die perfekt Liebende, die nie zweifeln und nie fragen würde „woher, warum, weshalb…?“ gibt es nicht. Und darf es auch nach Regisseur Ingo Kerkhof nicht geben! Er dreht die Geschichte um und fokussiert die Frau, die gegen das Reglement eines Mannes, nicht in Frage gestellt zu werden, aufbegehrt. (Sabine Weber) Das Theater Dortmund eröffnet seinen Wagner-Kosmos mit Lohengrin! Und Elsa wandelt mit Freud durch einen Alptraum! weiterlesen