Peter Maxwell Davies Monodram “Eight Songs for a Mad King” ein Wahnsinn, der mit Holger Falk unter die Haut geht!

Gestern, Montag, den 11. Januar 2021, fegt der Wahnsinn eine halbe Stunde lang über die Bühne der Bayerischen Staatsoper. Denn Bariton Holger Falk leiht Peter Maxwell Davies’ Mad King Körper und Stimme. Falk ist ein Spezialist für Monodrame in der Neuen Musik! Und vielleicht hat Maxwell Davies die einzig wirklich wahnsinnige Musik vertont. In der kostenlosen Online-Premiere fangen die Kameras auch die sechs Musiker aus dem Bayerischen Staatsorchester unter der Leitung von Olivier Tardy immer wieder aus besonderen Perspektiven ein. Alles ist Wahnsinn, sogar Ärzte mit Mundschutz! Die szenische Einrichtung von Andreas Weirich fokussiert jedenfalls ein beklemmendes Spiel, das den Mad King in die Enge treibt, im eigentlich gähnend leeren riesigen Opernhaus! Ab 13. Januar, also morgen, ist das “Montagsstück IX” der Münchener Oper on demand verfügbar. Klaus Kalchschmid unterhält sich mit Sabine Weber im aktuellen Podcast favori. Die Oper der Woche über das Stück, den Abend, und verrät am Ende auch noch, warum München auf Simon Rattle derzeit große Hoffnung setzt! Peter Maxwell Davies Monodram “Eight Songs for a Mad King” ein Wahnsinn, der mit Holger Falk unter die Haut geht! weiterlesen

Ein überdrehtes Genie und seine eine Symphonie! Das Gürzenich Orchester Köln hat die Symphonie in E-dur von hans Rott aufgenommen!

Abgelehnt, wütend, dann wahnsinnig geworden. Mit 26 Jahren tot. Der österreichische Komponist Hans Rott, ein Zeitgenosse Gustav Mahlers, ist ein tragischer Fall. Das Gürzenich-Orchester in Köln hat sich für das Label CAPRICCIO seiner einzigen Symphonie in E-dur angenommen und gewaltigen Klängen, die zwischen Meistersinger-Festwiese, Parsifal-Entrückung und derbem Ländlertanz chargierend sich zu einer Riesenschlange formen. Das Gürzenich-Orchester zaubert und entfesselt, was es zu entfesseln vermag. Letztes Jahr ist eine erste Hans-Rott-CD vorausgegangen mit Orchestervorspielen und -Suitensätzen. (Von Sabine Weber) Ein überdrehtes Genie und seine eine Symphonie! Das Gürzenich Orchester Köln hat die Symphonie in E-dur von hans Rott aufgenommen! weiterlesen

Was nachklingt! …

Die Mailfächer und auch die Briefkästen sind gefüllt mit zugesandten und zugewandten Grüßen und Wünschen. Nach dem Jahreswechsel soll es doch besser werden! Auch wenn etwas hängen bleibt vom „alten“ Jahr oder nachklingt! Es gibt auch einen kleinen Stapel, der zu denken gibt und zu wünschen übrig lässt. Und dies zuerst. (Von Sabine Weber)

Die verstörend aufgequollen mediale Igor-Levit-Kontroverse in der SZ Mitte Oktober 2020. Sechs Zeitungseiten zum Stichwort: Igor Levit ist müde


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Auf ihrer Debüt-CD „El Nour – Das Licht“ reicht das Spektrum von französischem und spanischem Repertoire bis hin zu arabischem Liedgut. Fatma Said fasziniert Anfang Dezember in der Londoner Wigmore Hall mit Liedern von Schubert, Schumann und Strauss bis hin zu Broadway-Songs

Apropos Licht, das ins Dunkel scheint! Unserem Favori-Kritiker Klaus Kalchschmid  ist eine ganz besondere Künstlerin aufgefallen! Bald wird Fatma Said kein Geheimtipp mehr sein. Fatma Said ist eine charismatische Sopranistin aus Kairo. Eine singende Scheherazade zwischen Orient und Okzident! Gerade war die 29jährige in der Wigmore-Hall mit einem wunderbaren Liederabend zu erleben, der noch bis Heiligdreikönig kostenlos abrufbar ist. Aus diesem Schmuckkästchen für Kammermusik wurde am 7. Dezember ein außergewöhnlicher, optisch wie akustisch brillant gefilmter Liederabend übertragen. Der noch vor Publikum stattgefunden hat! (Von Klaus Kalchschmid) Auf ihrer Debüt-CD „El Nour – Das Licht“ reicht das Spektrum von französischem und spanischem Repertoire bis hin zu arabischem Liedgut. Fatma Said fasziniert Anfang Dezember in der Londoner Wigmore Hall mit Liedern von Schubert, Schumann und Strauss bis hin zu Broadway-Songs weiterlesen

Es wird wieder heller!

Ist doch klar, woran ich sofort denken muss, als ich dieses Leuchtmittel im Himmel eines Opernfoyers entdecke?

Im zweiten Moment kommen mir die Weihnachtsbasteleien meiner Mutter in den 1970ern in den Sinn. Der Strohstern ist „out“. Stattdessen hält sie eine Styroporkugel in der Hand, Silberblättchen, dazu durchsichtigen Plastikröhrchen und Perlchen werden auf Nägelchen aufgesteckt. Fertig ist die herrlich hypermodern glitzernde Weihnachtskugel! Das Modell gibt es längst nicht mehr. Oder doch? Kein Exemplar hat sich bei uns jedenfalls erhalten. Wandelbar sind die Zeiten. Und das ist auch gut. Ab morgen wird es wieder heller! Und das Kunstlicht weniger wichtig. Nicht die Kunst, die Oper, das Konzert und die Künstler, alles, was Klassikfavori weiterhin fokussiert. Unser Archiv hat sich seit wir 2014 an den Start gingen schon ziemlich gefüllt. Schauen Sie nach!
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein harmonisches Fest und einen gesunden Start ins Neue Jahr!
Und bleiben Sie uns gewogen!
Ihre
Sabine Weber

(Das Bild habe ich im Bonner Theater aufgenommen)

Live aus der Wiener Staatsoper als Stream: Hans Werner Henzes grandios leidenschaftliches Musikdrama nach dem Roman „Gogo no Eiko“ von Yukio Mishima mit Bo Skovhus

“Das verratene Meer”:  Am Ende gefriert das Bild über dem Anführer einer Jungs-Gang, der gleich den „Seemann, der die See verriet“ – so der deutsche Titel des Mishima-Romans „Gogo no Eiko“ – mit einem Hammer erschlägt. Black out und – Stille. Nacheinander Auftritt der sieben Sänger sowie einer Sängerin und – Stille. Zuletzt kommt Dirigentin Simone Young auf die Bühne und fordert ihre Musiker im Graben auf, aufzustehen. Da gibt es ein paar Geräusche, und wieder – Stille. (Von Klaus Kalchschmid) Live aus der Wiener Staatsoper als Stream: Hans Werner Henzes grandios leidenschaftliches Musikdrama nach dem Roman „Gogo no Eiko“ von Yukio Mishima mit Bo Skovhus weiterlesen

Favori aktuell: Neue Streams – Berlin, Wien, Stockholm, Hamburg, Stuttgart, Zürich …

Von unserem Klassikfavori-Streaming-Spezialisten Klaus Kalchschmid und dazugehörigen links. Nur anzutippen!

Lindenoper Berlin – Wagner, Lohengrin 13.12. (premiere – auch auf arte) und einiges on demand:

Wiener Staatsoper: Henze, Das verratene Meer 14.12. (premiere)
21.Dezember Wiederholung des Premieren-Streams auf der Staatsopernseite, 24 Stunden on demand
und täglich eine Aufzeichnung:

Theater an der Wien: Mozart, Figaro on demand bis 12/21 auf der Klassikplattform fidelio. Favori aktuell: Neue Streams – Berlin, Wien, Stockholm, Hamburg, Stuttgart, Zürich … weiterlesen

Beethrifft: Shybayeva nimmt Beethovens Klavierkonzerte ohne Orchester mit Streichquintett auf


Das 3. und 4. Klavierkonzert sind 2019 herausgekommen. Und jetzt ist die zweite Beethoven-CD mit dem 1. Klavierkonzert beim Label Naxos herausgekommen. Die Pianistin Hanna Shybayeva hat alle Klavierkonzerte Ludwig van Beethovens auf dem Schirm. Am Flügel! Aber nicht vor Orchester. Shybayeva wird von einem Streichquintett begleitet. Die Bearbeitungen von Vinzenz Lachner sind historisch und offenbaren eine neue Sichtweise auf die Bedeutung der Orchesterfaktur im Verhältnis zum Solopart des Klaviers. Wie die Aufnahme von Pianistin Sophie-Mayuko Vetter hat Shybayevas Beitrag fürs Beethoven-Jahr jedenfalls einen Kick. Sie hat auch ihren eigenen Kopf. Im folgendem Interview lernen Sie Hanna Shybayeva kennen. Zufälligerweise habe ich sie beim Abhören ihrer ersten Aufnahmesession von Beethoven 3 und 4 in Köln getroffen. Das war im Juni letztes Jahr. (Die Fragen stellt Sabine Weber) Beethrifft: Shybayeva nimmt Beethovens Klavierkonzerte ohne Orchester mit Streichquintett auf weiterlesen

Winterreise(n)! Rezitiert zu atmosphärischen Improvisationen von Laute und Saxophon. Und im Schubert-Original von einem jungen Klavierlied-Duo, das sich auf dem Cover in Pose bringt

Winterreise(n)! Rezitiert zu atmosphärischen Improvisationen von Laute und Saxophon. Und im Schubert-Original von einem jungen Klavierlied-Duo, das sich auf dem Cover in Pose bringt weiterlesen

Favori aktuell: Die Züricher Premiere von Verdis „Boccanegra“ mit Gerhaher ist ab sofort auf Arte Concert als kostenloser VoD

(Foto: Monika Ritterhaus) Vor 50 Leuten hat die  Premiere von Giuseppe Verdis „Simon Boccanegra“ am Züricher Opernhaus stattfinden dürfen. Jetzt ist sie auf ARTE Concert bis zum 5. März 2021 als kostenloses Video on Demand verfügbar. Christian Gerhaher ist in der Titelrolle zu erleben. Inszeniert hat Andreas Homoki. Die musikaische Leitung hat Fabio Luisi in Händen. Und im Pausenbeitrag gibt es Einblicke in Corona-konforme neue technische Übertragungs-Errungenschaften, die schon beim Godunowv, der letzten Züricher Opernpremiere getestet wurden.

Zum Boccanegra-Stream

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