Die Kinderoper in Köln ist eröffnet – Mit der Uraufführung „Der König verschenkt was“

Und in Philipp Matthias Kaufmanns Auftragswerk für die Neueröffnung der Kinderoper trifft Nathan der Weise auf „Uno spielen“. Oder genauer, das Geschwisterprinz‘essinnentrio Jeanette, Louis und Claire als gleichberechtigte Nachfolger*Innen auf König Detlefs Thron behauptet sich gegen die eroberungssüchtige Bette-Davies-Queen-Elisabeth, Friedrich-Hohenzollern und Günther-Saladin. Wunderbar Kostüme von Jens Kilian, der auch die Bühne entworfen hat. Auf dem Vorhang zeigt schon die Schlosskulisse, dass es um märchenhafte Königreiche geht. Auf der Bühne eine Riesenkrone, die sich zum Thronsaal aufklappt. Der Fotograf alias der leibhaftige Tod – mit Totenkopf auf dem Zylinder – zieht die Fäden und führt durchs Programm. Es gibt einen kleinen Gruselfaktor. (Von Sabine Weber) Die Kinderoper in Köln ist eröffnet – Mit der Uraufführung „Der König verschenkt was“ weiterlesen →

Der Rosenkavalier – Die Kölner Oper ist eröffnet!

  • Die Kölner haben ihre Oper zurück! Schon am offenen Besuchertag am Wochenende zuvor stürmten neugierige Heerscharen das Haus. Durch die großen Fensterfronten leuchtete das Willkommens-Licht. Architekt Wilhelm Riphan hat das geplant, und auch die auf der Nordsüdfahrt gegenüberliegenden Häuser korrespondieren im Riphan-Stil. Das Publikum kann das von den großzügigen Austritten im ersten Stock aus bewundern. Der historische Vorplatz ist für das Stadtleben wieder gewonnen und zeigte sich vor der Eröffnungspremiere bunt gemischt bevölkert. Das im 50er-Jahre-Stil schlicht-elegante Haus im Inneren beeindruckt durch die Höhe der Säulenfoyers und angenehme Weitläufigkeit. Bis auf den letzten Platz war Richard Strauss‘ „Der Rosenkavalier“ besetzt. (Von Sabine Weber) Der Rosenkavalier – Die Kölner Oper ist eröffnet! weiterlesen →

Das Linos Festival in seiner 7. Spielzeit – wieder in der Orangerie!

Zum 7. Mal lädt das Linos Piano Trio zu seinem Festival ein. Aus dem Ausweichquartier im Sancta Clara Keller sind die drei Musiker für die Festivaltage in ihre Gründungsspielstätte zurückgekehrt, das Orangerie-Theater im Kölner Volksgarten. Und goldene Zeiten beschwören sie! „Aurea Terra“ haben sie diese Spielzeit überschrieben, und ein neugieriges Publikum hat sich wie immer für die Linos-Hörabenteuer wieder eingefunden. Das „Goldene Land“ wurde in Klangwelten des interkontinentalen Südostasien und bei Debussy sowie im Surrealismus bei Cage, Poulenc und Satie gesucht. Man durfte sich überraschen lassen. Terra Aurea steht nämlich noch für etwas ganz anderes… (Von Sabine Weber) Das Linos Festival in seiner 7. Spielzeit – wieder in der Orangerie! weiterlesen →

Unheimlich. Fantastisch. Das Festival Alte Musik Knechtsteden widmet sich 2026 einem Jubilar : E.T.A. Hoffmann

Vor 250 Jahren wurde E.T.A. Hoffmann geboren. Der Jurist, Schriftsteller, Karikaturist, Fantast und Miterfinder des Schauerromans ist eine der schillerndsten Figuren der Deutschen Romantik. Und er war auch Musikkritiker und Komponist. Sein Einfluss auf Musikschaffende ist unbestritten. Seine Kriminalnovelle Fräulein Scuderi diente noch Paul Hindemith Anfang des 20. Jahrhunderts als Vorlage zur Oper „Cardillac“, ebenso wie Die Serapionsbrüder Feruccio Busoni zu „Die Brautwahl“. Sein Weihnachtsmärchen „Nussknacker und Mausekönig“ war da schon mit Peter Tschaikowsky zum Inbegriff der klassisch-romantischen Ballettmusik geworden, und nicht zuletzt hat Jacques Offenbach ihn zur Künstlerfigur in „Hoffmanns Erzählungen“ gemacht. Und da wäre noch die Klaviermusik Robert Schumanns. Seinen Klavierzyklus „Kreisleriana“ komponierte er 1838, 16 Jahre nach Hoffmanns Tod. Hoffmanns „Kreisleriana“ waren in den „Phantasiestücken in Callot‘s Manier“ bereits 1814/15 mit großem Erfolg herausgekommen. (Von Sabine Weber) Unheimlich. Fantastisch. Das Festival Alte Musik Knechtsteden widmet sich 2026 einem Jubilar : E.T.A. Hoffmann weiterlesen →

Marie Jacquot. Die neue Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters stellt sich vor

Der ersten Chefdirigentin beim WDR Sinfonieorchester heißt Marie Jaquot, und ihr ist bereits einiges aus dem Stand gelungen. Kyrill Petrenko ruft aus der Bayerischen Staatsoper an und beruft die Noch-Studentin als Assistentin für eine Uraufführung. Dann wird  Marie Jaquot eine Kapellmeisterstelle an einem Opernhaus angeboten, ohne dass sie je eine Oper dirigiert hätte. Und sie dirigiert ihre erste Vorstellung fulminant und begeisternd. Und dann will sie Axel Kober an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, bestellt sie ein und legt ihr gleich den Arbeitsvertrag vor. (Siehe klassikfavori-Interview) Wer auf Marie Jacquot setzt, setzt richtig. Das WDR Sinfonieorchester hat gesetzt, nach ihrem Debütkonzert im Dezember 2022. (Siehe Klassikfavori-Artikel über ihr Debüt in Köln) Und bringt damit die erste Chefdirigentin in Köln in Position (Siehe Klassikfavori-Artikel zur Spielzeitvorstellung) Am 18. September findet in der Philharmonie ihr Antrittskonzert statt. Nach der ersten Probe fand dieses Gespräch statt, das hören lässt, wie bodenständig, Allüren-frei, verbindlich und spontan sympathisch sie trotz ihrer Karrieresprünge verblüffenden geblieben ist. (Die Fragen stellt Sabine Weber)

Mit der Gambe durch die Eifel – In Frauenberg der krönende Abschluss

Im Abschlusskonzert von „Mit der Gambe durch die Eifel“ wurde nochmals in eine kunsthistorisch eindrucksvolle Dorfkirche geladen. Unter Kräuterfresken umgeben von Wandmalereien zu biblischen Geschehen widmete sich Ensemble favori seinem Lieblingsoeuvre, der französischen Gamben- und Cembalomusik von Marin Marais, François Couperin und Antoine Forqueray, (Von Sabine Weber)

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Die Einstützkirche in der Eifel, einmal deutsch einmal belgisch

Das Phänomen der Einstützkirche verbindet deutsche und belgische Eifel. Für „Mit der Gambe durch die Eifel“ besuchte Ensemble favori dieses Jahr zwei dieser sogenannten Einstützkirchen. Die deutsche Einstützkirche in Kerpen Eifel. Für das Konzert in der Sankt Sebastianuskapelle der Burg Kerpen übernahm Dr. Norbert Toporowsky, im Vorstand des Schleidener Geschichtsforums, die Schirmherrschaft. Er sprach ein Grußwort. Im ostbelgischen Weweler steht Sankt Hubertus mit seinem Turm weithin sichtbar im Tal. Hier lieferte ein ostbelgischer Lokalhistoriker-Kollege dem Publikum Informationen. Klaus-Dieter Klauser nahm die Konzertbesucher noch vorab auf eine Wanderung von Reuland auf den imposant gekrönten Weweler Berg mit. Beide Heimatforscher habe ich bezüglich der Einstützkirche unmittelbar nach dem Konzert gesprochen. Norbert Toporowsky im Landcafé unterhalb der Kirche. Klaus-Dieter Klauser stand mir in der Sakristei von Sankt Hubertus Rede und Antwort, hat auch einiges über die nicht ganz unproblematische ostbelgische Geschichte der Deutschsprachigen verraten und erklärt, warum dort die Vennbahn in Deutschland belgisch bleiben musste… Die Fragen stellt hier Sabine Weber.

Mehr Information zu „Mit der Gambe durch die Eifel“ und den einzelnen Konzertereignissen finden Sie unter favori.de

Mit der Gambe durch die Eifel – im ostbelgischen Weweler

Das zweite Konzert im Rahmen „Mit der Gambe durch die Eifel“ in Kooperation mit dem OstbelgienFestival lockte wieder in ein bemerkenswertes Kirchlein. Sein romanischer Turm trägt ein barockes Pagodendach. Weit über dem Tal, wo Ulf und Our zusammenfließen, ist es zu sehen. Noch bemerkenswerter ist aber die Einstütze in der Mitte des Kirchenraums, die das gesamte Sternengewölbe trägt. St. Hubertus war seit dem 14. Jahrhundert Pfarrkirche im ostbelgischen Burg Reuland, von wo immerhin 48 Konzertbesucher im Rahmen von „Mit der Gambe durch die Eifel“ sogar von Burg Reuland zur Kirche aufstiegen. Begleitet von Lokalhistoriker und Heimatforscher Klaus-Dieter Klauser, der Ausblicke in die Landschaft historisch unterfütterte. In der Kirche oder Kapelle in Weweler belohnte dann französische Gamben- und Lautenmusik. Umsorgt wurde das Publikum zuvor noch liebevoll mit Getränken und nach dem Konzert mit Häppchen und tauschte sich draußen bei angenehmer Außentemperatur aus. (Von Sabine Weber)
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Mit der Gambe durch die Wacholdereifel – in Alendorf

Dr. Linne von Berg vor dem Kalvarienberg. Foto: Sabine Weber

„Mit der Gambe durch die Eifel“ entdeckte bei seiner Veranstaltung am 4. Juli 2026 in Alendorf den besonderen Reiz der Wacholdereifel. Biologe Dr. Karl-Heinz Linne von Berg (Universität Köln) nahm die Besucher mit auf den Kalvarienberg. Zu hören ist, wie Pflanzen bestimmt werden. Im anschließenden Konzert in der Alten Kirche in Alendorf präsentierte Ensemble favori (Sabine Weber und Christoph Barth) frühbarocke Klänge für Gambe und Laute aus Italien und England. Hildegard Meier steuerte drei Kräutermärchen bei. Lassen Sie sich mit diesem podcast favori Mit der Gambe durch die Eifel in den Bann einer einmaligen Landschaft ziehen.

Die nächsten Exkursionen finden am 30. August von Burg Reuland nach Weweler mit Konzert in der dortigen St. Hubertus Kapelle (mehr Infos unter. www.obf.be) und am 6. September von Vogelsang nach Wollseifen und zurück statt. Mit der Gambe durch die Eifel lädt anschließend zum Konzert in die ehemalige Militärkapelle von Vogelsang ein, die eigens dafür ihre Tore öffnet.
Mehr Infos unter www.favori.de

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