Regie und Theater: Das Deutsche Theatermuseum München präsentiert mit zahlreichen historischen Bühnenbild-Entwürfen die Anfänge eines typisch deutschen Phänomens, das als „Regietheater“ nicht zuletzt in der Oper verunglimpft wurde und wird!

(Bühnenbild von Emil Pirchan zu König Richard III. in der Regie von Leopold Jessner) Max Reinhardt gegen Leopold Jessner, später Fritz Kortner gegen Gustaf Gründgens, in jüngster Zeit dann Peter Zadek, Claus Peymann und Peter Stein gegen- und miteinander: Die Kämpfe um Werktreue und individuelle, oftmals radikal subjektive Aneignung eines (Musik-)Theatertextes wurden nicht erst seit 1968 immer wieder ausgefochten. Dieser Konflikt begannen schon vor 100 Jahren.  Und die Anfänge des Regietheaters warten mit sensationell radikalen Bühnenbildentwürfen aus. Derzeit zu sehen im Theatermuseum München. (Von Klaus Kalchschmid)
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Compositrices. Juliette Hurel und Hélène Couvert entdecken französische Komponistinnen

Unter den französischen Komponistinnen, die auf der CD “Compositrices” (ALPHA 573) zu hören sind, ist die jüngste Lili Boulanger sicherlich die bekannteste. Die beiden ältesten, Clémence de Grandval , 1828 geboren, und Augusta Holmés, 1847, sind eine Entdeckung! Alle fünf Komponistinnen sind im 19. Jahrhundert geboren und haben Werke für Flöte und Klavier komponiert. So sind die französische Flötistin Juliette Hurel und ihre Mitstreiterin Hélène Couvert, Klavier, auf diese Komponistinnen aufmerksam geworden. Wie Sie auf diese Frauen gestoßen sind, was sie an den Werken fasziniert, und warum es noch viel mehr zu entdecken gibt, erzählen sie im folgenden Klassikfavori Gespräch. (Mit Sabine Weber)

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Horror im Badischen Staatstheater!

Dr. Jekyll und Mister Hyde? Stevensons Erzählung über eine böse Menschennatur, die sich heimlich von der guten abspaltet, sollte ein bisschen den Horror kitzeln. Jetzt bekommt die Gothic Novel aus dem 19. Jahrhundert im Badischen Staatstheater in Karlsruhe eine Verkörperung, wie man sich das tragischer nicht vorstellen könnte. (Von Sabine Weber) Horror im Badischen Staatstheater! weiterlesen

Das Bayerische Staatsorchester beschließt im Nationaltheater die Saison 19/20; Am Wochenende zuvor: Pavol Breslik mit dem „Tagebuch eines Verschollenen“

Mit zwei Veranstaltungen beglückt die Bayerische Staatsoper, bevor sich das Haus in die vorgezogenen Theaterferien verabschiedet. Das Bayerische Staatsorchester beschließt im Nationaltheater die Saison 19/20 im letzten Montagskonzert unter Kirill Petrenko mit einer anspielungsreichen Programmierung. Mit dabei Jonas Kaufmann, der die Lieder eines fahrenden Gesellen von Mahler interpretiert. Eine Woche zuvor: Pavol Breslik in der Rolle des Verschollenen aus Janáčeks “Tagebuch”. (Von Klaus Kalchschmid)

Das Bayerische Staatsorchester beschließt im Nationaltheater unter GMD Kirill Petrenko die Saison. Jonas Kaufmann singt Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen.. Foto: Wilfried Hösl
Das Bayerische Staatsorchester im Nationaltheater strahlt unter seinem GMD Kirill Petrenko. Foto: Wilfried Hösl

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Gürzenich-Orchester erhöht trotz oder wegen Corona die Schlagzahl im Saison-Finale!

Das Gürzenich-Orchester erhöht die Konzert-Schlagzahl. Es kümmert sich um seine Abonnenten nach der Corona-Öffnung. Sie mussten sich allerdings zwischen vier Kurz-Konzerten – ohne Pause – entscheiden. Über die letzten beiden, beziehungsweise das letzte der beiden hat klassikfavori berichtet.
Jetzt gab es wieder zwei unter der Leitung von François-Xavier Roth. Eines mit Bläser-Fokus und eines für Streicher! (Von Sabine Weber)

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Musikalisches Glück an Münchens „Anderem“ Opernhaus: Das Theater am Gärtnerplatz präsentiert täglich Operette, Oper, Musical und Wiener Lied!

Fast berührt, aber nur fast! Maximilian Meyer und Camille Schnoor. Foto: Christian Pogozach

„Jeder Druck der Hände deutlich mir’s beschrieb: ‘s ist wahr, du hast mich lieb“. So heißt es in der “Lustigen Witwe”. Und das singen Camille Schnoor und Maximilian Meyer mit feiner Erotik. Doch die Finger berühren sich nur fast! Während unmerklich die Körper Walzer tanzen. So berührend poetisch ist dieser Moment, der auch an Franz Lehár 150. Geburtstag erinnert, dass man glatt vergessen konnte, welchem Umstand dieses Spiel sich derzeit verdankt. Musikalische Glück pur für 50 bis 100 Enthusiasten, das das Gärtnerplatztheater, das “andere” in München (siehe zur Wiedereröffnung Bayerische Staatsoper), derzeit versprüht! Tags darauf, als 18 in den Rängen verteilte Chor-Herren die Echos der Priester in „O Isis und Osiris“ des Sarastro (Christoph Seidl) singen, klingt es dann auch noch erhaben wie nie. Die Zuhörer sitzen mit Abstand und Maske auf der Bühne und schauen in den Zuschauerraum, der so seine ganze Schönheit offenbart. (Von Klaus Kalchschmid)

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Das WDR Sinfonieorchester meldet sich in der Kölner Philharmonie zurück! Und Chefdirigent Măcelaru wartet auf ein Wunder!

Gleich mit zwei Konzerten um 18 Uhr und 21 Uhr meldet sich das WDR Sinfonieorchester unter seinem Chefdirigenten Cristian Măcelaru zurück. Eigentlich hätte es ein Konzert mit der Chorfantasie op. 80 von Ludwig van Beethoven und das Klavierkonzert C-dur für Klavier und Orchester op. 39 mit einem Schlusschor werden sollen. Die zwei Konzerte um 18 und 21 Uhr füllten sich anders. Nicht groß besetzter Bombast ist das Gebot in Corona-Pandemie-Zeiten, sondern kleiner besetzte Werke. Repertoire, das im zumeist groß orchestrierten Konzertleben kaum zu finden ist. Für Cristian Măcelaru, seit 2019/20, also dieser Spielzeit, Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters, zählt jetzt vor allem die Chance, wieder Musik vor Publikum aufzuführen und Optimismus zu verbreiten, wie er in einem klassikfavori-Interview zwischen den beiden Konzerten erzählt. (Von Sabine Weber)

Das WDR Sinfonieorchester spielt wieder in der Kölner Philharmonie. Chefdirigent Cristian Macelaru ist optimistisch und hofft auf Wunder!
Das WDR Sinfonieorchester wieder in der Kölner Philharmonie vor Publikum! Foto: WDR

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KölnMusik eröffnet den Juni-Corona-Spielplan mit Anna Lucia Richter, Gerold Huber und zauberhafter Liedmelancholie!

Nach dem Testlauf mit dem Gürzenich-Orchester am 30. Mai durften dieses Mal 400 Zuhörer in die Kölner Philharmonie. Stimmungsvoll ausgeleuchtet bot sie den perfekten Rahmen für die Zauberwelten, die Anna Lucia Richter und ihr Liedbegleiter Gerold Huber heraufbeschworen. Drei Zauberwelten, um genau zu sein, und von einem zarten Schleier von Melancholie überzogen. Mit Liedern von Gustav Mahler, Hugo Wolff und Franz Schubert. (Von Sabine Weber)

Anna Lucia Richter und Gerold Huber beim ersten Liederabend in der Kölner Philharmonie seit Ausbruch der Corona-Pandemie
Nach 100 Tagen geschlossener Philharmonie: Anna Lucia Richter singt einen Liederabend in der Kölner Philharmonie. Gerold Huber begleitet am Klavier. Foto: Christian Palm

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Jonas Kaufmann als Otello endlich auf CD!

Rollen zieht man nicht einfach an oder stülpt sie sich über. Vor allem nicht die Partie des Otello, die überfrachtet sei „mit ihrem Ruf, eine ultimative Killerpartie zu sein“. Das hat Jonas Kaufmann in einem Interview für klassikfavori mal so ausgedrückt. Giuseppe Verdis „Otello“ sei „die Klimax des Verdi-Fachs für jeden Tenor“. Wieder ein Kaufmann-Zitat, das den Anforderungen dieser Partie Respekt zollt. Sein Debüt als Otello in London und ein Otello für München liegen hinter ihm. Jetzt hat Jonas Kaufmann sein ultimatives Rollenverständnis unter idealen Bedingungen für Sony Classical in einer Studioproduktion verewigt. Und die Tragik Otellos bekommt eine Wucht, wie man es bis jetzt nicht für möglich gehalten hat. (Von Sabine Weber)
Jonas Kaufmann als Otello endlich auf CD bei Sony Classical Jonas Kaufmann als Otello endlich auf CD! weiterlesen

Das Gürzenich-Orchester „first“ in der Kölner Philharmonie!

Wie schön, wieder in der Kölner Philharmonie zu sein! Und Gürzenich first! Nach dem Lockdown steht das erste Konzert dem städtischen Orchester in ihrer Konzertheimat irgendwie auch zu. Am 9. März hat sich das Gürzenich-Orchester das letzte Mal hier seinem Publikum präsentiert. 90 Tage später – eröffnet das Gürzenich sogar landesweit als erstes Orchester den Sinfoniebetrieb. (Siehe erstes Konzert in München nach Coronalockdown) Freilich in Kammerensemblebesetzung, vor nur 100 Zuschauern und unter Hygienebedingungen der besonderen Art. (Von Sabine Weber)
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