Mit der Gambe durch die Eifel – Ein Mirakel in Alendorf

Der Andrang war überwältigend! Viele Eifeler aus der Umgebung und Alendorfer pilgerten zu ihrer alten Kirche auf den Berg, auch, um den Blick aus der Höhe auf die gegenüberliegenden Wacholderhänge des Kalvarienbergs zu werfen. Das war der erste Auftritt von Ensemble favori an diesem besonderen Ort in diesem wieder besonderen Kirchendenkmal. (Von Sabine Weber) Mit der Gambe durch die Eifel – Ein Mirakel in Alendorf weiterlesen

Mit der Gambe durch die Eifel – Adel verpflichtet in der Burgkapelle Kerpen/ Eifel

(28. Juni 2026, Sankt Sebastianus Burgkapelle Kerpen/ Eifel) Auf den Tag genau ein Jahr später gastiert Ensemble favori im Rahmen von „Mit der Gambe durch die Eifel“ erneut in der Burgkapelle Kerpen. Dieses Mal ging es nicht um den Schutzpatron und Namensgeber dieser Kapelle, sondern um die Instrumente. Wie kamen sie in die Eifel? Und warum? Dabei spielten das Adelsgeschlecht der Manderscheider, ein streitbarer Papst und ein Universalgelehrter von der Mosel eine wichtige Rolle… Das Publikum ließ sich von der Hitzewelle nicht abhalten. Eine älterer Herr im Rollstuhl schaffte es sogar mit seiner Begleiterin auf den Burgberg. Und ein Nordlicht aus Hamburg findet den Weg. Er würde Ferien in der Eifel machen, hätte von diesem Konzert gehört und wollte unbedingt kommen. So etwas wie Mit der Gambe durch die Eifel gäbe es in Hamburg nicht. (Von Sabine Weber) Mit der Gambe durch die Eifel – Adel verpflichtet in der Burgkapelle Kerpen/ Eifel weiterlesen

Mit der Gambe durch die Eifel – Ehemalige Militärkapelle Vogelsang

Mit der Gambe durch die Eifel ist in der Verlängerung und hat dieses Jahr auch schon zur Auftaktveranstaltung eine Schmiede angesteuert. Am 6. September 2026 geht es in eine ehemalige Militärkapelle. (Siehe Beitragsfoto) Nicht irgendeine, sondern in die ehemalige Militärkapelle St. Walburgis in der ehemaligen NS Ordensburg Vogelsang.

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Rossinis „Tancredi“ – Die letzte Kölner Premiere im Staatenhaus begeistert!

Für das Sänger-Cast legt sich Intendant Hein Mulders doch immer ins Zeug. Aber fürs Repertoire ist dieser Cast ein wirklich überragendes Ereignis. Vor allem Adriana Bastidas-Gamboa aus dem Ensemble in der Titelrolle und Giuliana Gianfaldoni als Idealbesetzung der heimlichen Geliebten Amenaide rissen das Publikum im ausverkauften Haus zu Beifallsstürmen hin. Das Gürzenich-Orchester unter George Petrou begleitete einfühlsam, führte und stützte, und für die Rezitative setzte sich Petrou wie nebenbei ganz selbstverständlich an den Hammerflügel. Diese weitgehend unbekannte Rossinische Frühpartitur ist eine Entdeckung. Gab es überhaupt je einen „Tancredi“ in Köln? Für einen glänzenden Saisonabschluss war das perfekt. Samt Abendsonne. (Von Sabine Weber) Rossinis „Tancredi“ – Die letzte Kölner Premiere im Staatenhaus begeistert! weiterlesen

Götterdämmerung – Concerto Köln und Dresdner mit dem letzten Teil des Wagner-Cycles in der Kölner Philharmonie

Wagner wird am Rhein einmal mehr historisch informiert unsterblich! Vom Rhein ist des öfteren auch die Rede in Richard Wagners „Götterdämmerung“. Also kommt die Tournee mit Concerto Köln und dem Dresdner Festspielorchester irgendwie zuhause an. Begonnen hat sie bei den Dresdener Festspielwochen vor drei Wochen. Sie ging nach Bayreuth in den neu errichteten Konzertsaal und in die Elphi in Hamburg. Die Gibichungen, Gunther, Schwester Gutrune und Berater Hagen, um die sich die Handlung dreht, residieren natürlich am Rhein. Wo Siegfried seine „Heilige Braut“ genau zurückgelassen hat, wird nicht gesagt. Er rudert gegen den Strom zu der Gibichungen-Burg, so heißt es im Libretto. (Als Ruderin weiß frau, was gegen den Strom auf dem Rhein anzukämpfen heißt!) Brünnhilde wartet derweil auf dem „Brünnhildefelsen“ minniglich glücklich auf die Rückkehr ihres furchtlosen Helden. Beide ahnen noch  nicht, dass durch Zaubertrankbetrug Siegfried sie vergisst, er Gunthers Schwester Gutrune heiratet und Brünnhilde an Gunther verschachert. Alles minutiös eingefädelt von Hagen, der an den Ring kommen will, aber zum Weltuntergang führt. (Von Sabine Weber) Götterdämmerung – Concerto Köln und Dresdner mit dem letzten Teil des Wagner-Cycles in der Kölner Philharmonie weiterlesen

Mit der Gambe durch die Eifel – im „Eifeldom“ Mirbach

(31. Mai 2026, Erlöserkapelle Mirbach) Zum zweiten Mal gastiert Ensemble favori in der seiner Glasmosaik-Ornamente wegen überwältigenden Erlöserkapelle in Mirbach. Christian von Mirbach, Nachfahre des Bauherrn Ernst von Mirbach, begrüßte das Publikum in dem „Eifeldom“, wie die Erlöserkapelle von den Eifelern bewundernd genannt wird. Die den Kirchenraum füllenden mehr als 50 Zuhörerinnen und Zuhörer waren aber nicht nur aus der Eifel angereist. Auch aus Siegburg und Köln hatten sie hierher gefunden. Sie ließen zur Musik die Blicke über die Steinvariationen gleiten. (Von Sabine Weber) Mit der Gambe durch die Eifel – im „Eifeldom“ Mirbach weiterlesen

Mit der Gambe durch die Eifel – Auftaktveranstaltung in der Schlosserei und Schmiede Köb

(14. Mai 2026, Schlosserei Köb, Hüngersdorf) Gambe und Renaissancelaute passen zu Eisen und in diese Eifeler Schmiede!

in der Schlosserei Köb befindet sich auch noch eine Esse. Foto: Jukka Höhe

Beim Auftaktkonzert „Mit der Gambe durch die Eifel“ in der Schlosserei und Schmiede Köb in Hüngersdorf/Blankenheim saß das Publikum vor Stahlträgern und um einen Amboss herum. Und auch die Kräuterwanderer, die zuvor mit den Eifeler Kräuterwelten unterwegs im Lampertstal unter anderem Pilgerkräuter zur Linderung von Fußblasen erkundeten, ließen sich in das ungewohnte andere Ambiente fallen. Selbst aus Hamburg und Hannover haben Zuhörer hierhin  gefunden.

Konzertdebüt in der Schmiede

In dieser Schmiede hat noch nie ein Konzert stattgefunden. Die Akustik war perfekt, jedenfalls für die Werke des Frühbarock von Diego Ortiz, Girolamo Kapsberger, John Dowland oder Christopher Simpson, die Ensemble favori (Christoph Barth, Renaissanclaute und Chitarone, Hildegard Meier, Schauspiel, Reziation, sowie Sabine Weber, Viola da gamba und Projektinitiatorin) präsentierte. Stefan Pütz, ein Urgestein unter den Eifeler Schmiede, war geladener Ehrengast.

Eifeler Schmied Stefan Pütz im Gespräch mit Hildegard Meier. Foto: Sabine Weber
Mythos Schmied – Mythos Klang

Bei ihm ist der aktuelle Kölner Domschmied in die Eifeler Lehre gegangen. Und der inzwischen 77jährige Trenge Steff wie Pütz in seinem Heimatdorf Sistig genannt wird, hat auch einiges für den Kölner Dom geschmiedet. In Hüngersdorf lauschte er der zartbesaiteten Musik. Und zwischen der Musik den  Wortbeiträgen, in denen sich alles um den Mythos des Schmiedens drehte, unter anderem um eine Schmiedekaste in Afrika oder um Pythagoras und die klingenden Hammerschläge in einer antiken Schmiede, die zur Entdeckung der harmonischen Zahlenverhältnisse führte und letzendlich die Musikwissenschaft begründete. Pütz ergriff bewegt das Wort und sprach nach dem Konzert ein Schlusswort, das keinen kalt ließ. An diesem Abend trafen wirklich Musik, Mensch und ein erfülltes Handwerkerleben zusammen. Zufällig war noch ein Mikro online, leider zu weit weg und falsch ausgerichtet. Aber des Schmiedes Wort verweist die Aufnahmequalität auf den nachgeordneten Platz. Wer es nachhören will – hier kommt es…

 

 

Gastgeberschmied Josef Köb rechts und Stefan Pütz links stellen die antiken Hammerschläge von Pythargoras am Amboss nach. Foto: Sabine Weber

Hochgräfliche Damen-WG! Gabriele Rünger porträtiert Manderscheid-Blankenheimer Gräfinnen und hat im Heimatmuseum Blankenheim eine Ausstellung kuratiert

Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2026

Die adlige Damen-WG ließ sich das Eau de Cologne von Jean Maria Farina aus Köln etwas kosten. Das gehörte zum guten Geschmack. Vor allem zu „stand und reputation“ der Manderscheid-Blankenheimer Gräfinnen im 16. und 17. Jahrhundert, die zu Reichsgräfinnen aufstiegen.  Historikerin Dr. Gabriele Rünger hat das Leben von 27 Gräfinnen aus vier Generationen vom Niederrhein bis Holland nach Prag verfolgt und deren  „Machtsystem“ in einem Buch beschrieben. Für das Blankenheimer Eifelmuseum hat sie zusammen mit dem Geschichtsverein des Kreises Euskirchen, Herausgeber des Buches, eine Ausstellung kuratiert, Am 16. April 2026 wurde die Ausstellung unter dem Titel „Stand. Pracht. Macht.“ eröffnet. Klassikfavori war vor Ort, hat sich mit Gabriele Rünger getroffen und vor der historischen Kulisse der Eifeler Blankenheimer Burg einiges erfahren. (Die Fragen stellt Sabine Weber)

Die Aussstellung Stand. Pracht. Macht.  ist bis zum 2. Mai zu besuchen

Die erste deutsche Frauenoper. Julia Kerrs „Chronoplan“ wirft in Mainz ein Schlaglicht auf die 20er Jahre und wird immer noch gefeiert!

Am 24. Januar 2026 hat die Uraufführung von „Chronoplan“ nämlich bereits stattgefunden. Das Musiktheater von Julia Kerr sollte 1933 in Hamburg aus der Taufe gehoben werden. Ihr Mann Alfred Kerr, eine umtriebige Gestalt im Berliner Literatur- und Kunstbetrieb, hatte das Libretto verfasst. Doch dann kam für das jüdische Intellektuellen-Paar alles anders. Es musste aus Deutschland fliehen, die Partitur im Gepäck, die die Odyssee des Paares über die Schweiz, Frankreich, London zurück nach Deutschland nicht vollständig überlebt hat. Die Oper Mainz hat mittels umfassender Recherchen und Rekonstruktionen das Werk posthum erstmals über seine Staatstheaterbühne gehen lassen. In der Regie von Lorenzo Fioroni, im Bühnenbild von Paul Zoller. Und im März sind die Aufführungen immer noch ausverkauft. (Von Sabine Weber) Die erste deutsche Frauenoper. Julia Kerrs „Chronoplan“ wirft in Mainz ein Schlaglicht auf die 20er Jahre und wird immer noch gefeiert! weiterlesen

Fritjof – ein Mannsname betitelt am Aalto eine der ersten feministischen Frauenopern von Elfrida Andrée und Selma Lagerlöf

Der Weltfrauentag wäre ohne das Aalto-Theater sang- und klanglos verstrichen! Die szenische Uraufführung von „Fritjof“ hätte eigentlich in „Ingeborg-Saga“ umgetauft werden müssen, denn es geht um diese Frau. Am 7. Februar 2026 war, richtig: die Uraufführung! 1895 vollendete die Schwedin Elfrida Andrée die klassisch-romantische Partitur, die nie eine szenische Aufführung erlebte! Die Repertoire-Aufführung am 8. März bewies, was für eine Ausgrabung dem Aalto-Theater gelungen ist. Und faszinierte mit einer kammermusikalisch verästelten Musik, die nebst volkstümlichen Einsprengseln in Ballade mit rauschendem „Wagner“-Aplomb aufwartete. Diese Musik „kann man haben“, wie eine Dame hinter mir treffend feststellte. Und was hätte diese Frau noch alles komponiert, hätte Sie nicht so viel Zeit in die Frauenbewegung stecken müssen. (Von Sabine Weber) Fritjof – ein Mannsname betitelt am Aalto eine der ersten feministischen Frauenopern von Elfrida Andrée und Selma Lagerlöf weiterlesen

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