Archiv der Kategorie: Podcast favori. Die Oper der Woche

Rossinis “Il Signor Bruschini” im Stummfilmambiente

Il Signor Bruschini ist ein relativ unbekannter komödiantischer Einakter von Gioacchino Rossini. Die Staatsoper München bietet ihn in ihrem Oster-Wohlfühlpaket an, inszeniert aus der Zeit, als die Bilder laufen lernten!
Hören Sie Klaus Kalchschmid und Sabine Weber im podcast favori. Die Oper der Woche!

Josh Lovell (Florville), Emily Pogorelc (Sofia), Orchester der Bayerischen Staatsoper. Foto: Wilfried Hösl

Ein Psychodrama in der Schleife. Béla Bartóks “Blaubarts Burg” wird in Lyon zwei mal hinter einander gespielt!

Einblicke in sieben schmuddelige Räume. Ein Bretterverschlag mit Dusche und Badewanne, ein kleiner Schreibtisch in einem roten Zimmer, eine Proll-Küche mit Kühlschrank und Mikrowelle, überall Blutspritzer. Das verbirgt sich hinter den vier Türen. Die drei früheren Frauen springen als Wiedergängerinnen herum, vor allem tänzelt die dritte, ein Transvestit – alle werden am Ende noch einmal gemeuchelt! Das ist aber nur die erste Version von Béla Bartóks “Herzog Blaubarts Burg” an der Oper in Lyon. Für ihr diesjähriges Osterfestival, das ohne Publikm gefeiert werden muss, wurde Bartóks Einakter im Stream wiederholt. Klaus Kalchschmid und Sabine Weber haben den vorproduzierten Premierenabend für das podcast favori. Die Oper der Woche gleichzeitig gesehen und unterschiedlich empfunden. Ein Psychodrama in der Schleife. Béla Bartóks “Blaubarts Burg” wird in Lyon zwei mal hinter einander gespielt! weiterlesen

Barrie Koskys Rosenkavalier. Zugespitztes pralles Theater!

50 Jahre lang war die Inszenierung von Otto Schenk im Repertoire. Jetzt hat Barrie Kosky die Komödie mit Musik “Der Rosenkavalier” von Richard Strauss neu inszeniert. Am 21. März war die Online-Premiere. Hier besprochen im podcast favori. Die Oper der Woche von Klaus Kalchschmid im Gespräch mit Sabine Weber

Katharina Konradi (Sophie), Samantha Hankey (Octavian), Statisterie der Bayerischen Staatsoper.
Foto: Wilfried Hösl

Francesca da Rimini an der Deutschen Oper Berlin

(In Francesca da Rimini toben Krieg und Leidenschaft. Foto: Monika Ritterhaus) Selten zu erleben und eine absolute Opernrarität! Francesca da Rimini von Riccardo Zandonai. Christof Loy hat sie für die Deutsche Oper Berlin inszeniert. Die Premiere dieser jüngsten Produktion war online im Stream vom 14. März 2021 (Premiere) bis gestern zu erleben. Klassikfavori-Experte Klaus Kalchschmid hat sie sich angeschaut und gehört und spricht im klassikfavori podcast. Die Oper der Woche mit Sabine Weber über seine Eindrücke.

Aida als Historienstudie aus dem Blick französischer Kolonialisten und pianissimo Tönen in höchsten Lagen!

(18. Februar 2021, online-Premiere aus der Opéra national de Paris) Giuseppe Verdis Aida: zur Feier der Eröffnung des Suezkanals vom ägyptischen Vizekönig bestellt! 1871 in Kairo in einem gerade neu eröffneten Opernhaus aufgeführt! Aida ist ganz klar eine Festoper mit Pomp and circumstance. Aida als Historienstudie aus dem Blick französischer Kolonialisten und pianissimo Tönen in höchsten Lagen! weiterlesen

“Der Freischütz” in München – eine gruselige Stehpartie im Foyer einer Konzernzentrale

(Online-Premiere vom 13. Februar 2021 aus der Bayerischen Staatsoper, München). Der Münchener -“Freischütz” als gruselige Stehparty im Foyer einer Konzernzentrale, wo gleich zu Anfang heftig gemobbt wird! Regisseur Dmitri Tscherniakov findet eine schlüssige und aktuelle Deutung. Klaus Kalchschmid im Gespräch mit Sabine Weber  im Podcast favori. Die Oper der Woche
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„Manon” von Jules Massenet mit einem wunderbar jungen Liebespaar an der Hamburgischen Staatsoper. Elsa Dreisig und Ioan Hotea!


Letzten Sonntag hat Jules Massenets “Manon” an der Hamburgischen Staatsoper eine online-Premiere gehabt. Ohne Publikum aber gestreamt von NDR Kultur. Ab 12. Februar steht ein Stream auf Opera Vision einen Monat lang noch einmal zur Verfügung. Klaus Kalchschmid und Sabine Weber haben sich die Premiere und den Stream angeschaut, und machen neugierig in diesem Podcast favori. Die Oper der Woche

Ioan Hotea und Elsa Dreisig als Chevalier Desgrieux und Manon. Foto: Brinkhoff-Mögenburg
Elsa Dreisig als Manon im Glamourzentrum. Foto: Brinkhoff-Mögenburg
Björn Bürger als Manons Cousin. Foto: Brinkhoff-Mögenburg
Foto: Brinkhoff-Mögenburg

Peter Maxwell Davies Monodram „Eight Songs for a Mad King” ein Wahnsinn, der mit Holger Falk unter die Haut geht!

Gestern, Montag, den 11. Januar 2021, fegt der Wahnsinn eine halbe Stunde lang über die Bühne der Bayerischen Staatsoper. Denn Bariton Holger Falk leiht Peter Maxwell Davies’ Mad King Körper und Stimme. Falk ist ein Spezialist für Monodrame in der Neuen Musik! Und vielleicht hat Maxwell Davies die einzig wirklich wahnsinnige Musik vertont. In der kostenlosen Online-Premiere fangen die Kameras auch die sechs Musiker aus dem Bayerischen Staatsorchester unter der Leitung von Olivier Tardy immer wieder aus besonderen Perspektiven ein. Alles ist Wahnsinn, sogar Ärzte mit Mundschutz! Die szenische Einrichtung von Andreas Weirich fokussiert jedenfalls ein beklemmendes Spiel, das den Mad King in die Enge treibt, im eigentlich gähnend leeren riesigen Opernhaus! Ab 13. Januar, also morgen, ist das “Montagsstück IX” der Münchener Oper on demand verfügbar. Klaus Kalchschmid unterhält sich mit Sabine Weber im aktuellen Podcast favori. Die Oper der Woche über das Stück, den Abend, und verrät am Ende auch noch, warum München auf Simon Rattle derzeit große Hoffnung setzt! Peter Maxwell Davies Monodram „Eight Songs for a Mad King” ein Wahnsinn, der mit Holger Falk unter die Haut geht! weiterlesen