Alle Beiträge von Redaktion: Sabine Weber

Auf ihrer Debüt-CD „El Nour – Das Licht“ reicht das Spektrum von französischem und spanischem Repertoire bis hin zu arabischem Liedgut. Fatma Said fasziniert Anfang Dezember in der Londoner Wigmore Hall mit Liedern von Schubert, Schumann und Strauss bis hin zu Broadway-Songs

Apropos Licht, das ins Dunkel scheint! Unserem Favori-Kritiker Klaus Kalchschmid  ist eine ganz besondere Künstlerin aufgefallen! Bald wird Fatma Said kein Geheimtipp mehr sein. Fatma Said ist eine charismatische Sopranistin aus Kairo. Eine singende Scheherazade zwischen Orient und Okzident! Gerade war die 29jährige in der Wigmore-Hall mit einem wunderbaren Liederabend zu erleben, der noch bis Heiligdreikönig kostenlos abrufbar ist. Aus diesem Schmuckkästchen für Kammermusik wurde am 7. Dezember ein außergewöhnlicher, optisch wie akustisch brillant gefilmter Liederabend übertragen. Der noch vor Publikum stattgefunden hat! (Von Klaus Kalchschmid) Auf ihrer Debüt-CD „El Nour – Das Licht“ reicht das Spektrum von französischem und spanischem Repertoire bis hin zu arabischem Liedgut. Fatma Said fasziniert Anfang Dezember in der Londoner Wigmore Hall mit Liedern von Schubert, Schumann und Strauss bis hin zu Broadway-Songs weiterlesen

Live aus der Wiener Staatsoper als Stream: Hans Werner Henzes grandios leidenschaftliches Musikdrama nach dem Roman „Gogo no Eiko“ von Yukio Mishima mit Bo Skovhus

“Das verratene Meer”:  Am Ende gefriert das Bild über dem Anführer einer Jungs-Gang, der gleich den „Seemann, der die See verriet“ – so der deutsche Titel des Mishima-Romans „Gogo no Eiko“ – mit einem Hammer erschlägt. Black out und – Stille. Nacheinander Auftritt der sieben Sänger sowie einer Sängerin und – Stille. Zuletzt kommt Dirigentin Simone Young auf die Bühne und fordert ihre Musiker im Graben auf, aufzustehen. Da gibt es ein paar Geräusche, und wieder – Stille. (Von Klaus Kalchschmid) Live aus der Wiener Staatsoper als Stream: Hans Werner Henzes grandios leidenschaftliches Musikdrama nach dem Roman „Gogo no Eiko“ von Yukio Mishima mit Bo Skovhus weiterlesen

Favori aktuell: Neue Streams – Berlin, Wien, Stockholm, Hamburg, Stuttgart, Zürich …

Von unserem Klassikfavori-Streaming-Spezialisten Klaus Kalchschmid und dazugehörigen links. Nur anzutippen!

Lindenoper Berlin – Wagner, Lohengrin 13.12. (premiere – auch auf arte) und einiges on demand:

Wiener Staatsoper: Henze, Das verratene Meer 14.12. (premiere)
21.Dezember Wiederholung des Premieren-Streams auf der Staatsopernseite, 24 Stunden on demand
und täglich eine Aufzeichnung:

Theater an der Wien: Mozart, Figaro on demand bis 12/21 auf der Klassikplattform fidelio. Favori aktuell: Neue Streams – Berlin, Wien, Stockholm, Hamburg, Stuttgart, Zürich … weiterlesen

Anna Bolena – ein Politthriller mit Belcanto-Musik und exzellenten Protagonisten am Münchner Gärtnerplatztheater – halbszenisch als Premieren-Stream

Eigentlich hätte diese Produktion an vier Abenden konzertant gespielt werden sollen. Alle Vorstellungen für November, Dezember und Januar wurden abgesagt. Aber der Proben-Betrieb durfte weitergeführt werden. Und da war sogar mehr Zeit für die Proben. Das kam der Produktion zugute. Gaetano Donizettis Königinnen-Drama „Anna Bolena“ kam halbszenisch auf die Bühne; in einer geschickt reduzierten Orchesterfassung, ohne Publikum aber für alle als Premieren-Stream verfügbar gemacht! (Von Klaus Kalchschmid) Anna Bolena – ein Politthriller mit Belcanto-Musik und exzellenten Protagonisten am Münchner Gärtnerplatztheater – halbszenisch als Premieren-Stream weiterlesen

Falstaff neuinszeniert im retroschicken Staatsopern-Casino

(Foto von Wilfried Hösl mit Timothy Oliver (Bardolfo), Boris Pinkhasovich (Ford), Kevin Conners (Dr. Cajus), Callum Thorpe (Pistola)

In der Premiere dieser Neuinszenierung an der Bayerischen Staatsoper – eigentlich schon für die Opernfestspiele im Juli geplant – geht es elegant und aufgetakelt neureich zu. Das ist schön anzuschauen und mit Witz inszeniert. (Von Klaus Kalchschmid) Falstaff neuinszeniert im retroschicken Staatsopern-Casino weiterlesen

Stars und junge Stimmen in den Lockdown-Montagsstücken in München! Klassikfavori fasst die letzten drei zusammen. Bevor es diesen Montag mit „La Bohème“ weiter geht!

Diana Damrau, Klaus Florian Vogt, Thomas Hampson und Jonas Kaufmann – Die wöchentlichen Montagsstücke der Bayerischen Staatsoper in München locken mit Stars und vielfältigen Programmen von Monteverdi und Purcell bis Strauss und Mahler vor den Bildschirm. Es gibt viel Oper! (Von Klaus Kalchschmid)
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„Die Vögel“ von Walter Braunfels on demand aus München für 9,50€. Lohnt es sich? Klassikfavori-Kritiker Klaus Kalchschmid findet „Ja“!

Am 30. November 1920 – also vor genau 100 Jahren – wurden „Die Vögel“ von Walter Braunfels am Münchner Hof- und Nationaltheater uraufgeführt. Nun wären sie in fünf Vorstellungen endlich wieder am selben Ort zu erleben gewesen – in einer Neuinszenierung von Frank Castorf. Doch die vierte vollendete Oper des 1882 geborenen Komponisten – nach „Falada“ (1905), „Prinzessin Brambilla“ (1908) und „Ulenspiegel“ (1913) – konnte am 30. Oktober nur einmal vor gerade mal 50 Zuschauern gezeigt werden. Die applaudierten am Ende mit einer Intensität, als müssten sie für die nicht erlaubten, über 2000 möglichen Besucher mitklatschen. Aber via kostenlosem Livestream konnte ein zahlreiches, internationales Publikum die Premiere vor dem PC verfolgen. (Von Klaus Kalchschmid) „Die Vögel“ von Walter Braunfels on demand aus München für 9,50€. Lohnt es sich? Klassikfavori-Kritiker Klaus Kalchschmid findet „Ja“! weiterlesen

„Die Zauberflöte“ oder was bedeutet uns Kultur? Eine Sängerin und ein Opernregisseur über Zweitbesetzung, Abstandsregeln auf der Bühne und Zwangspausen im Lockdown in Köln und London

(Titelbild: Aoife Miskelly als Pamina in der Kölner „Zauberflöte”. Foto: Paul Leclaire) Auch die Kölner Oper ist dicht! Für die irische Sopranistin Aoife Miskelly war ihr Auftritt als Pamina am 28. Oktober die vorerst letzte Vorstellung. Sie lebt in London, war zuvor aber Mitglied im Kölner Opernstudio. Sie hat bei der Uraufführung von Detlev Glanerts „Solaris“ 2014 sogar die weibliche Hauptrolle gesungen und ist als Zweitbesetzung der Pamina aktuell an den Rhein zurückgekehrt. In einer Wohnung in der Kölner Innenstadt, wo sie vorübergehend eingezogen ist, sitzt sie neben ihrem Mann, Regisseur Joe Austin, bereits wieder zwischen halb gepackten Koffern. Bei Schwarztee und Kuchen beantworten die beiden noch gern ein paar Fragen, die natürlich von diesem zweiten Lockdown und der Schließung aller Kulturbetriebe geprägt sind. Und auch von der aktuellen „Zauberflöte”. (Die Fragen stellt Lina-Marie Dück)
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Eine entzückende Komische Oper nach Calderón de la Barca von Joachim Raff in Regensburg: „Dame Kobold“ in der Regie von Brigitte Fassbaender

„Irgendwie seicht, schon sehr seicht!“ „Na halt wie RTL…“ „Und auch kitschig…“ „Aber kitschig kann ja auch mal ganz schön sein!“ So der Loriot-Dialog zweier junger Männer nach der zweiten Vorstellung der feinen Spieloper „Dame Kobold“ von Joachim Raff (1822-1882) in Regensburg. Sie fand vor etwa 180 Besuchern im nur 514 Plätze bietenden Theater am Bismarckplatz aus dem frühen 19. Jahrhundert statt. Derweilen ging der zeitgleich aufgeführte Verdi’sche „Macbeth“ am Nationaltheater in München mit seinen 2100 Plätzen vor gerade mal 50 Besuchern über die Bühne. Die Bayerische Landeshauptstadt hatte den Inzidenzwert von 100 überschritten, Regensburg aber noch nicht. Es war zugleich die vorerst letzte Vorstellung dieser bemerkenswerten Ausgrabung, denn am Montag schließen leider alle Theater und Opernhäuser der Republik wieder bis mindestens zum 30. November. (Von Klaus Kalchschmid)
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Mussorkskys „Boris Godunov“ in Zürich groß besetzt mit überragendem Michael Volle in der Titelpartie

Chor und Orchester werden zwar live aus dem Probensaal in die Zürcher Oper übertragen, aber die Solisten singen und spielen ohne Abstand auf der Bühne. (Siehe dazu auch ein Klassikfavori-Vergleich) So funktioniert in jeder Hinsicht Mussorgskys „Boris“ in Barrie Koskys Inszenierung mit dem großartigen Michael Volle in der Titelpartie. Nicht nur wer die Muppets-Show gesehen hat, muss schmunzeln, wenn der auf der Bühne abwesende Chor dort aus Büchern in verschiedenen Regalen plappert. Sie blättern sich quasi lippensynchron auf und zu, herrlich! Dass das Orchester ebenfalls weitgehend aus exzellenten Lautsprechern im Graben tönt, ist vor allem dann, wenn gesungen wird, kein Problem. Auch nicht in der Balance von Instrumental- und Vokalstimmen. (Von Klaus Kalchschmid)

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