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Ein praller “Idomeneo” in der Urfassung! Trotz fliegender Statisten aber nicht zwingend dargestellt!

Mit Kühnheit verschmolz der 25-jährige Wolfgang Amadé in seiner Oper „Idomeneo“ für den Münchner Fasching 1781 französischen und italienischen Stil. Die „Tragédie en musique“ zeigte sich in den Chören und im Bestreben, einzelne musikalische „Nummern“ zu größeren Einheiten zusammenzufassen, vor allem gegen Ende, wenn in einem ganz von der Orchesterbegleitung aus komponierten Szene das Drama seinen Höhepunkt erreicht: Idomeneo will, wie er als einziger Überlebender eines Seesturms geschworen hatte, den ersten Menschen, den er am Ufer trifft, opfern. Doch es ist sein eigener Sohn! Viele Arien sind Italienisch geprägt, und atmen noch das Flair der barocken Opera seria. Aber sie sind auch von Mozarts tiefer Empfindsamkeit geprägt, vor allem die Duette des jungen Paars Idamante und Ilia. (Von Klaus Kalchschmid)
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