Milo Rau inszeniert für Genf Mozarts “La Clemenza” und zieht Verbindungen zum Sturm aufs US amerikanische Capitol!

Als Regisseur, Filmemacher und (auch schreibender) Aktivist hat der gebürtige Schweizer Milo Rau längst einen Namen. Mit dem NTGent leitet er derzeit auch ein Theaterhaus. Und inszeniert jetzt für Genf seine erste Oper! Wolfgang Amadeus Mozarts La Clemenza di Tito. Am 19. Februar, also übermorgen, findet die online-Premiere statt. In einem Artikel, der gerade in einem Sammelband mit Texten von Milo Rau erscheint, setzt er diese Regiearbeit in Bezug zum Sturm aufs USamerikanische Capitol. Der Text in diesem Essayband wird im Verbrecher Verlag am 5. März erscheinen. Weil klassikfavori über die onlie-Premiere berichten wird, dürfen wir diesen Text mit Erlaubnis des Verlages schon einmal veröffentlichen. Hier geht es zum Artikel

Milo Rau, GRUNDSÄTZLICH UNVORBEREITET
99 Texte über Kunst und Gesellschaft
Herausgegeben von Rolf Bossart und Kaatje De Geest
Broschur, 224 Seiten, 18 €
ISBN: 978-3-95732-475-7
Erscheint am 5. März 2021

Milo Rau. Foto: IIPM, Nina Wolters

Milo Rau (geboren 1977 in Bern) ist ein Autor, Film- und Theaterregisseur. Er studierte Soziologie und Linguistik u. a. bei Pierre Bourdieu und Tsvetan Todorov. Seit 2002 veröffentlichte Rau, künstlerischer Leiter des IIPM – International Institute of Political Murder, über 50 Theaterstücke, Filme und Bücher. Seine Produktionen werden international gezeigt, etwa beim Berliner Theatertreffen, dem Festival d’Avignon, oder der Biennale Venedig. Seit der Saison 2018/19 hat er in Zusammenarbeit mit Steven Heene und Stefan Bläske die Leitung des Stadttheaters in Gent übernommen. Zu seinen aktuellsten Werken gehören das Filmprojekt Die Revolte der Würde & Das Neue Evangelium (2019) sowie die Stücke Lam Gods/Der Genter Altar (2018), Orestes in Mosul (2019) und Familie (2020).

Im Verbrecher Verlag erschienen die Bände Die letzten Tage der Ceausescus, Hate Radio, Die Zürcher Prozesse/Die Moskauer Prozesse, der Essay-Band Althussers Hände und Die Europa Trilogie/The Europe Trilogy. Sowie Die 120 Tage von Sodom und Das Kongo Tribunal. In Zusammenarbeit mit dem NTGent wurde zuletzt die Reihe programmatischer Texte zu Theater, Ästhetik und Politik unter dem Titel Die Goldenen Bücher veröffentlicht.

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