Heimat Europa Filmfestspiele im Hunsrück. Ulrich Tukur verleiht den Edgar

Die „Heimat Europa Filmfestspiele“ im Hunsrück sind am Wochenende zu Ende gegangen! 23 Festivaltage gefüllt mit 25 Filmen! Darunter dieses Jahr 11 Wettbewerbsfilme. Das alles abgestimmt mit einem musikalischen Vorprogramm, das nicht nur internationalen, sondern auch lokalen Ensembles bis hin zum Kirchenchor einen live-Auftritt beschert hat. Ein Festival, das auf lokal setzt. Mitveranstalter ist das Pro-Winzkino am Platz.

Bühnennebel in Simmern. Foto: Lena Ruzicka

Letztes Jahr wurde es Corona zum Trotz als Autokino aus der Weide gestampft. Dieses Jahr sind die Filmfestspiele auf dem historischen Fruchtmarkt in Simmern eingezogen, wo die meisten Filme ab 21.30 Uhr mit Einbruch der Dunkelheit über eine Open-air Leinwand flimmerten. Das erinnerte sogar ein bisschen an das Filmfestival Locarno, wo auf der Grande Piazza um die gleiche Uhrzeit Filme flimmern.

Die Ulrich Tukur Rhythmus Boys. Foto: Sabine Weber

In Simmern tat sogar die Glocke der Stephanskirche mit, was Pianist, Sänger und Moderator der Ulrich-Tukur-und-Die-Rhythmus-Boys-Kapelle im musikalischen Vorprogramm des letzten Filmabends sofort scherzhaft aufgreifen konnte. Ulrich Tukur höchstpersönlich: „Gott ist ja auch noch da!“ Dieses Jahr war der Musiker und Schauspieler Special Guest und Preispate. Also nicht nur mit seiner Unterhaltungskapelle und Songs aus den 1930ern mischte er heiter das Publikum um die Fruchtmarktbühne auf. Er war auch der Juror und Preisverleiher.

Heimat Europa Filmfestspiele. Die Edgar-Trophäe 2021. Foto: Klaus Endres

Jedes Jahr entscheidet hier eine Ein-Frau/Mann-Jury darüber, welcher moderne Heimatfilm im Wettbewerb nicht den Oskar, sondern den Edgar gewinnt. Regisseur Edgar Reiz ist nämlich Schirmherr und Zugpferd dieser „Heimat Europa Filmfestspiele“. Im Nachbarort geboren, hat er mit seiner in der Region gedrehten Filmsaga „Heimat“ Geschichte geschrieben und den Heimatbegriff durch das Kamera-Auge noch einmal neu belichtet und belebt. Darüber nachzudenken, was Heimat bedeuten kann, dazu will das Festival anregen. Welcher moderne Heimatfilm im Wettbewerb den Edgar gewinnt und warum, erzählt Ihnen im folgenden Gespräch der Preisjuror persönlich. Am Tag nach seinem Live-Auftritt und vor der Verleihung, also am vorletzten Festivaltag konnte ich ihn treffen. (Aufgezeichnet am 28. August 2021 in Simmern)

“Master Cheng in Pohjanjoki”, Regie: Mika Kaurismäki
Für “Je suis Karl” von Regisseur Christian Schochow gab es eine lobende Erwähnung
Edgar-Gewinner Regisseur York-Fabian Raabe und sein Hauptdarsteller Eugene Boateng. Foto: Karl Apel
Der Gewinner im Wettbewerb “Heimat Europa Filmfestspiele”

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