Schlagwort-Archiv: Händel

Händelfestspiele Karlsruhe: Rampensingen im Galopp – Tamerlano beeindruckt mit virtuellen Bühnenbild

Kobie van Rensburg ist ein Regisseur, der auch mal was wagt. Beispielsweise eine inszenierte Johannespassion 2018 in Soweto, die er in einem Brennpunktgebiet als Anti-Gewaltkur mit südafrikanischen Musikern umsetzt. In Karlsruhe eröffnete van Rensburg jetzt die Händelfestspiele mit „Tamerlano“ in einem virtuellen Bühnenbildexperiment, das das mimische Spiel der Sänger bis in die letzten Publikumsreihen projiziert. Das Freiburger Barockorchester, geleitet vom 79-jährigen René Jacobs, füllte den Orchestergraben und erfüllte – wie die sechs Sängersolisten – alle Erwartungen. (Von Sabine Weber) Händelfestspiele Karlsruhe: Rampensingen im Galopp – Tamerlano beeindruckt mit virtuellen Bühnenbild weiterlesen

Kölns „Orlando“ – ein die Ohren streichelndes Gesangsfest!

(Titelbild: Xavier Sabata als Orlando. Foto: Matthias Jung) Zufall, dass die letzten Premieren am Theater Bonn und in Köln im Abstand von weniger als einer Woche zwei Händel-Opern gelten, die im selben Jahr entstanden sind und auf Ludovico Ariosts über 100 Jahre alten Epos „Orlando furioso“ basieren? Kommt die Hauptfigur in der „Alcina“ gar nicht vor, so steht sie in „Orlando“ im Mittelpunkt. (Von Sabine Weber) Kölns „Orlando“ – ein die Ohren streichelndes Gesangsfest! weiterlesen

Händels „Alcina“ in Bonn verzaubert und amüsiert. Und Ruggiero hält durch!

Wenn der Intendant vor der Aufführung zum Mikrofon greift, gibt es eine traurige Krankmeldungen. Diese war aber kurios. Am Premierentag morgens sagt Charlotte Quadt ihren Auftritt als Ruggiero ab. Der Ersatz für die berühmte Kastratenrolle wird Nachmittags mit dem Countertenor Ray Chenez in Wien gefunden. Der bleibt im Flughafenterminal stecken, weil mindestens zwei Stunden zwischen Buchung des Fluges und Abflug liegen müssen– also wurde auf später umgebucht. Das klappt, aber er sitze jetzt noch im ICE von Frankfurt nach Köln. Also wurde Charlotte Quadt gebeten, die Bühne nicht im Regen stehen zu lassen, sondern bis zu dessen Eintreffen mit zumachen. Wobei Regisseur Jens-Daniel Herzog als szenischer Ersatz zwangsverpflichtet, Ray Chenez sollte von der Seite singen, bereits im Kostüm stecke. Also beginnt es mit Charlotte Quadt, die einen hinreißenden Lover spielt, noch schöner singt und … bis zuletzt durchhält! (Von Sabine Weber) Händels „Alcina“ in Bonn verzaubert und amüsiert. Und Ruggiero hält durch! weiterlesen

Viel „hohes c“ mit Samuel Mariño

Wenn ein Sopranist am Opernhimmel erscheint sind spektakuläre Töne angesagt! Samuel Mariño ist Venezolaner, 26 Jahre alt und ist mit hohem c sehr großzügig. Jendenfalls auf seiner Debüt-CD beim Label Orfeo in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk und den internationalen Gluck-Festspielen mit Arien von Händel und Gluck. Seine musikalischen Partner sind das Händelfestspielorchester Halle unter Michael Hofstetter. (Von Sabine Weber)

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