Schlagwortarchiv: Mit der Gambe durch die Eifel

Die Einstützkirche in der Eifel, einmal deutsch einmal belgisch

Das Phänomen der Einstützkirche verbindet deutsche und belgische Eifel. Für „Mit der Gambe durch die Eifel“ besuchte Ensemble favori dieses Jahr zwei dieser sogenannten Einstützkirchen. Die deutsche Einstützkirche in Kerpen Eifel. Für das Konzert in derr Sankt Sebastianuskapelle der Burg Kerpen übernahm Dr. Norbert Toporowsky, im Vorstand des Schleidener Geschichtsforums, die Schirmherrschaft. Er sprach ein Grußwort. Im ostbelgischen Weweler steht Sankt Hubertus mit seinem Turm weithin sichtbar im Tal. Hier lieferte ein ostbelgischer Lokalhistoriker-Kollege dem Publikum Informationen. Klaus-Dieter Klauser nahm die Konzertbesucher noch vorab auf eine Wanderung von Reuland auf den imposant gekrönten Weweler Berg mit. Beide Heimatforscher habe ich bezüglich der Einstützkirche unmittelbar nach dem Konzert gesprochen. Norbert Toporowsky im Landcafé unterhalb der Kirche. Klaus-Dieter Klauser stand mir in der Sakristei von Sankt Hubertus Rede und Antwort, hat einiges über die nicht ganz unproblematische ostbelgische Geschichte der Deutschsprachigen verraten und erklärt, warum dort die Vennbahn in Deutschland belgisch bleiben musste… Die Fragen stellt hier Sabine Weber.

Mehr Information zu „Mit der Gambe durch die Eifel“ und den einzelnen Konzertereignissen finden Sie unter favori.de

Mit der Gambe durch die Eifel – im ostbelgischen Weweler

Das zweite Konzert im Rahmen „Mit der Gambe durch die Eifel“ in Kooperation mit dem OstbelgienFestival lockte wieder in ein bemerkenswertes Kirchlein. Sein romanischer Turm trägt ein barockes Pagodendach. Weit über dem Tal, wo Ulf und Our zusammenfließen, ist es zu sehen. Noch bemerkenswerter ist aber die Einstütze in der Mitte des Kirchenraums, die das gesamte Sternengewölbe trägt. St. Hubertus war seit dem 14. Jahrhundert Pfarrkirche im ostbelgischen Burg Reuland, von wo immerhin 48 Konzertbesucher im Rahmen von „Mit der Gambe durch die Eifel“ sogar von Burg Reuland zur Kirche aufstiegen. Begleitet von Lokalhistoriker und Heimatforscher Klaus-Dieter Klauser, der Ausblicke in die Landschaft historisch unterfütterte. In der Kirche oder Kapelle in Weweler belohnte dann französische Gamben- und Lautenmusik. Umsorgt wurde das Publikum zuvor noch liebevoll mit Getränken und nach dem Konzert mit Häppchen und tauschte sich draußen bei angenehmer Außentemperatur aus. (Von Sabine Weber)
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Mit der Gambe durch die Eifel – Ehemalige Militärkapelle Vogelsang

Mit der Gambe durch die Eifel ist in der Verlängerung und hat dieses Jahr auch schon zur Auftaktveranstaltung eine Schmiede angesteuert. Am 6. September 2026 geht es in eine ehemalige Militärkapelle. (Siehe Beitragsfoto) Nicht irgendeine, sondern in die ehemalige Militärkapelle St. Walburgis in der ehemaligen NS Ordensburg Vogelsang.

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Mit der Gambe durch die Eifel – Im ostbelgischen Wirtzfeld

Das erste Konzert im Rahmen „Mit der Gambe durch die Eifel“ in Kooperation mit dem OstbelgienFestival letzten Sonntag fand Zuspruch. 33 Teilnehmer folgten Günter Franzen vom ostbelgischen Naturschutzbund Natagora in das Naturschutzgebiet an der Holzwarche, wo an einer der höchstgelegenen Eifeler Wasserscheiden vier Flüsse entstehen. In der St. Anna Kirche füllten weit über 80 Besucher den von Kriegsschäden verschont gebliebenen, durch und durch original barock ausgestatteten Kirchenraum unter gotischem Gewölbe. Ensemble favori spielte unter besten akustischen Bedingungen. Das Publikum lauschte aufmerksam den frühbarocken Klängen für Gambe, Laute und Chitarrone und schmunzelte über die Kölschen und Wirtzfelder Töne, die Schauspielerin Hildegard Meier einstreute. (Von Sabine Weber)

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Mit der Gambe durch die Eifel – Ein Mirakel in Alendorf

Der Andrang war überwältigend! Viele Eifeler aus der Umgebung und Alendorfer pilgerten zu ihrer alten Kirche auf den Berg, auch, um den Blick aus der Höhe auf die gegenüberliegenden Wacholderhänge des Kalvarienbergs zu werfen. Das war der erste Auftritt von Ensemble favori an diesem besonderen Ort in diesem wieder besonderen Kirchendenkmal. (Von Sabine Weber) Mit der Gambe durch die Eifel – Ein Mirakel in Alendorf weiterlesen

Mit der Gambe durch die Eifel – Adel verpflichtet in der Burgkapelle Kerpen/ Eifel

(28. Juni 2026, Sankt Sebastianus Burgkapelle Kerpen/ Eifel) Auf den Tag genau ein Jahr später gastiert Ensemble favori im Rahmen von „Mit der Gambe durch die Eifel“ erneut in der Burgkapelle Kerpen. Dieses Mal ging es nicht um den Schutzpatron und Namensgeber dieser Kapelle, sondern um die Instrumente. Wie kamen sie in die Eifel? Und warum? Dabei spielten das Adelsgeschlecht der Manderscheider, ein streitbarer Papst und ein Universalgelehrter von der Mosel eine wichtige Rolle… Das Publikum ließ sich von der Hitzewelle nicht abhalten. Eine älterer Herr im Rollstuhl schaffte es sogar mit seiner Begleiterin auf den Burgberg. Und ein Nordlicht aus Hamburg findet den Weg. Er würde Ferien in der Eifel machen, hätte von diesem Konzert gehört und wollte unbedingt kommen. So etwas wie Mit der Gambe durch die Eifel gäbe es in Hamburg nicht. (Von Sabine Weber) Mit der Gambe durch die Eifel – Adel verpflichtet in der Burgkapelle Kerpen/ Eifel weiterlesen

Mit der Gambe durch die Eifel – im „Eifeldom“ Mirbach

(31. Mai 2026, Erlöserkapelle Mirbach) Zum zweiten Mal gastiert Ensemble favori in der seiner Glasmosaik-Ornamente wegen überwältigenden Erlöserkapelle in Mirbach. Christian von Mirbach, Nachfahre des Bauherrn Ernst von Mirbach, begrüßte das Publikum in dem „Eifeldom“, wie die Erlöserkapelle von den Eifelern bewundernd genannt wird. Die den Kirchenraum füllenden mehr als 50 Zuhörerinnen und Zuhörer waren aber nicht nur aus der Eifel angereist. Auch aus Siegburg und Köln hatten sie hierher gefunden. Sie ließen zur Musik die Blicke über die Steinvariationen gleiten. (Von Sabine Weber) Mit der Gambe durch die Eifel – im „Eifeldom“ Mirbach weiterlesen

Mit der Gambe durch die Eifel – Auftaktveranstaltung in der Schlosserei und Schmiede Köb

(14. Mai 2026, Schlosserei Köb, Hüngersdorf) Gambe und Renaissancelaute passen zu Eisen und in diese Eifeler Schmiede!

in der Schlosserei Köb befindet sich auch noch eine Esse. Foto: Jukka Höhe

Beim Auftaktkonzert „Mit der Gambe durch die Eifel“ in der Schlosserei und Schmiede Köb in Hüngersdorf/Blankenheim saß das Publikum vor Stahlträgern und um einen Amboss herum. Und auch die Kräuterwanderer, die zuvor mit den Eifeler Kräuterwelten unterwegs im Lampertstal unter anderem Pilgerkräuter zur Linderung von Fußblasen erkundeten, ließen sich in das ungewohnte andere Ambiente fallen. Selbst aus Hamburg und Hannover haben Zuhörer hierhin  gefunden.

Konzertdebüt in der Schmiede

In dieser Schmiede hat noch nie ein Konzert stattgefunden. Die Akustik war perfekt, jedenfalls für die Werke des Frühbarock von Diego Ortiz, Girolamo Kapsberger, John Dowland oder Christopher Simpson, die Ensemble favori (Christoph Barth, Renaissanclaute und Chitarone, Hildegard Meier, Schauspiel, Reziation, sowie Sabine Weber, Viola da gamba und Projektinitiatorin) präsentierte. Stefan Pütz, ein Urgestein unter den Eifeler Schmiede, war geladener Ehrengast.

Eifeler Schmied Stefan Pütz im Gespräch mit Hildegard Meier. Foto: Sabine Weber
Mythos Schmied – Mythos Klang

Bei ihm ist der aktuelle Kölner Domschmied in die Eifeler Lehre gegangen. Und der inzwischen 77jährige Trenge Steff wie Pütz in seinem Heimatdorf Sistig genannt wird, hat auch einiges für den Kölner Dom geschmiedet. In Hüngersdorf lauschte er der zartbesaiteten Musik. Und zwischen der Musik den  Wortbeiträgen, in denen sich alles um den Mythos des Schmiedens drehte, unter anderem um eine Schmiedekaste in Afrika oder um Pythagoras und die klingenden Hammerschläge in einer antiken Schmiede, die zur Entdeckung der harmonischen Zahlenverhältnisse führte und letzendlich die Musikwissenschaft begründete. Pütz ergriff bewegt das Wort und sprach nach dem Konzert ein Schlusswort, das keinen kalt ließ. An diesem Abend trafen wirklich Musik, Mensch und ein erfülltes Handwerkerleben zusammen. Zufällig war noch ein Mikro online, leider zu weit weg und falsch ausgerichtet. Aber des Schmiedes Wort verweist die Aufnahmequalität auf den nachgeordneten Platz. Wer es nachhören will – hier kommt es…

 

 

Gastgeberschmied Josef Köb rechts und Stefan Pütz links stellen die antiken Hammerschläge von Pythargoras am Amboss nach. Foto: Sabine Weber

Mit der Gambe durch die Eifel – Die Ahekapelle im Engelgau-Nettersheim

Mit der Gambe durch die Eifel – 11 Konzerte in Kirchen und Kapellen ist ein außergewöhnliches Projekt, das in Konzerten mit Rahmenprogramm einmalige Eifeler Denkmäler belichtet und auch deren Geschichte(n) ausgräbt. Ohne die wertvolle Förderung vom Kultursommer Rheinland-Pfalz oder der EifelStiftung wäre das Projekt nicht zustande gekommen. Am 14. Juni findet das zweite Konzert in der Alten Kirche in Wiesbaum statt (siehe die erste Folge des Eifelklassik-podcast „Mit der Gambe durch die Eifel“) und am 15. Juni das dritte in der Ahekapelle, über das ich als Projektinitiatorin mit Burkhard Brücker spreche, der sich für die Wiederinstandsetzung dieses möglicherweise ältesten sakralen Baus der Eifel nachhaltig eingesetzt hat. Im Konzert können Sie Burkhard Brücker übrigens persönlich kennenlernen und danach auch sprechen. Der Förderverein Ahekapelle lädt nach dem Konzert zu Kaffe, Kuchen und mehr ein. Mehr Infos unter www.favori.de