Für das Sänger-Cast legt sich Intendant Hein Mulders doch immer ins Zeug. Aber fürs Repertoire ist dieser Cast ein wirklich überragendes Ereignis. Vor allem Adriana Bastidas-Gamboa aus dem Ensemble in der Titelrolle und Giuliana Gianfaldoni als Idealbesetzung der heimlichen Geliebten Amenaide rissen das Publikum im ausverkauften Haus zu Beifallsstürmen hin. Das Gürzenich-Orchester unter George Petrou begleitete einfühlsam, führte und stützte, und für die Rezitative setzte sich Petrou wie nebenbei ganz selbstverständlich an den Hammerflügel. Diese weitgehend unbekannte Rossinische Frühpartitur ist eine Entdeckung. Gab es überhaupt je einen „Tancredi“ in Köln? Für einen glänzenden Saisonabschluss war das perfekt. Samt Abendsonne. (Von Sabine Weber) Rossinis „Tancredi“ – Die letzte Kölner Premiere im Staatenhaus begeistert! weiterlesen