Schon im letzten Jahr hatte Intendant Ivo van Hove den Komponisten Philip Venables auf der Ruhrtriennale am Start. Der in Berlin ansässige Brite präsentierte die schwarz-bunte Hippieparabel „The Faggots & their friends…“ als Musiktheater für 15 Instrumentalisten-Performer-Sänger (siehe Klassikfavori). Dieses Jahr sitzen für Venables die Bochumer Philharmoniker (Leitung Bassem Akiki) unsichtbar in der kleineren Halle neben der gigantischen Jahrhunderthalle in Bochum-Stahlhausen. Sie schallen durch die offene Mitte des Bühnenbodens, auf dem sich acht Solisten in der Regie von Ted Huffman abarbeiten. Für Venables‘ ehrgeiziges Projekt der Generationen-Collage „We are the lucky Ones“ wurden von Huffman und Nina Sigal Interviews geführt. 1940-49 geborene Europäer wurden ganz allgemein um eindrückliche Erinnerungen gebeten und zu ihren Zukunftsvisionen befragt. Dass aus Banalem wie auch schockierenden Beobachtungen nebeneinandergesetzt packendes Musiktheater wird, hat schon die Uraufführung im März dieses Jahr in Amsterdam bewiesen. Diese Deutsche Erstaufführung zeigt es einmal mehr. (Von Sabine Weber) RT_2025 Philip Venables Generationen-Collage „We are the lucky Ones“ begeistert weiterlesen