Der Weltfrauentag wäre ohne das Aalto-Theater sang- und klanglos verstrichen! Die szenische Uraufführung von „Fritjof“ hätte eigentlich in „Ingeborg-Saga“ umgetauft werden müssen, denn es geht um diese Frau. Am 7. Februar 2026 war, richtig: die Uraufführung! 1895 vollendete die Schwedin Elfrida Andrée die klassisch-romantische Partitur, die nie eine szenische Aufführung erlebte! Die Repertoire-Aufführung am 8. März bewies, was für eine Ausgrabung dem Aalto-Theater gelungen ist. Und faszinierte mit einer kammermusikalisch verästelten Musik, die nebst volkstümlichen Einsprengseln in Ballade mit rauschendem „Wagner“-Aplomb aufwartete. Diese Musik „kann man haben“, wie eine Dame hinter mir treffend feststellte. Und was hätte diese Frau noch alles komponiert, hätte Sie nicht so viel Zeit in die Frauenbewegung stecken müssen. (Von Sabine Weber) Fritjof – ein Mannsname betitelt am Aalto eine der ersten feministischen Frauenopern von Elfrida Andrée und Selma Lagerlöf weiterlesen
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Die Puccini-Lulu heißt Manon Lescaut und wird in der Premierenproduktion der Oper Köln auf Händen getragen
Liegt es an der erotisch aufgeladenen Inszenierung von Carlos Wagner oder der umwerfenden Carolina López Moreno, ein dramatisch jugendlicher Sopran mit Ausstrahlung, sodass die Lefzen tropfen. Andrés Orozco-Estrada als neuer Gürzenich-Chef hat goldrichtig auf diesen Durchbruchserfolg des Opernkomponisten Puccini kurz vor der Jahrhundertwende gesetzt. Selbst die vorvorletzte Aufführung ist so gut wie ausverkauft! (Von Sabine Weber) Die Puccini-Lulu heißt Manon Lescaut und wird in der Premierenproduktion der Oper Köln auf Händen getragen weiterlesen