Eine Anti-Trump-Oper… Titus Engel gibt Auskunft über „Monster’s Paradise“, die neue Oper von Olga Neuwirth

Titus Engel. Foto: Kaupo Kikkas

Dirigent Titus Engel ist der Mann für schwierige Partituren. Daher ist er nicht von ungefähr der Uraufführungsdirigent von „Monster’s Paradise“ an der Hamburgischen Staatsoper. So heißt die jüngste Oper von Olga Neuwirth auf ein Libretto von Elfriede Jelinek und ist am 1. Februar 2026  aus der Taufe gehoben worden. Mit einer Menge von Monstern. (Von Sabine Weber)

Wer Neuwirths Kompositionsstil kennt, könnte schon etwas erahnen. Jazz-‚Combo und eine verstimmte E-Gitarre turnen im Sinfonieorchester mit, Elektronik, Samples, klassische Musikverwurstung… Das ist aber nur die halbe Wahrheit dieser Anti-Trump-Oper, wie Dirigent Titus Engel gleich erklärt, auch, was ein Monstereffekt ist und wie politisch aktuell das Anliegen dieses neuen Opernexperiments ist. Noch dies, es gibt glaube ich derzeit keine zweite Neue-Musik-Produktion, die sich avantgardistisch und zugleich so voller Witz und Groteske präsentiert, wie die neue Oper von Neuwirth und Jelinek. (Siehe auch diesen Klassifavori-Artikel) Wer die Hamburger Serie verpasst, hat noch einmal die Gelegenheit in Zürich und in Graz die außergewöhnliche Monsterparade zu erleben, in der es um nichts weniger geht, als einen imaginierten Versuch, die Menschheit vor den derzeit regierenden und die Welt zerstörenden Monstern mithilfe von Monstern zu retten…

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