Händelfestspiele Karlsruhe: Rampensingen im Galopp – Tamerlano beeindruckt mit virtuellen Bühnenbild

Kobie van Rensburg ist ein Regisseur, der auch mal was wagt. Beispielsweise eine inszenierte Johannespassion 2018 in Soweto, die er in einem Brennpunktgebiet als Anti-Gewaltkur mit südafrikanischen Musikern umsetzt. In Karlsruhe eröffnete van Rensburg jetzt die Händelfestspiele mit „Tamerlano“ in einem virtuellen Bühnenbildexperiment, das das mimische Spiel der Sänger bis in die letzten Publikumsreihen projiziert. Das Freiburger Barockorchester, geleitet vom 79-jährigen René Jacobs, füllte den Orchestergraben und erfüllte – wie die sechs Sängersolisten – alle Erwartungen. (Von Sabine Weber) Händelfestspiele Karlsruhe: Rampensingen im Galopp – Tamerlano beeindruckt mit virtuellen Bühnenbild weiterlesen

Eine Anti-Trump-Oper… Titus Engel gibt Auskunft über „Monster’s Paradise“, die neue Oper von Olga Neuwirth

Titus Engel. Foto: Kaupo Kikkas

Dirigent Titus Engel ist der Mann für schwierige Partituren. Daher ist er nicht von ungefähr der Uraufführungsdirigent von „Monster’s Paradise“ an der Hamburgischen Staatsoper. So heißt die jüngste Oper von Olga Neuwirth auf ein Libretto von Elfriede Jelinek und ist am 1. Februar 2026  aus der Taufe gehoben worden. Mit einer Menge von Monstern. (Von Sabine Weber) Eine Anti-Trump-Oper… Titus Engel gibt Auskunft über „Monster’s Paradise“, die neue Oper von Olga Neuwirth weiterlesen

Monster von Neuwirth und Jelinek mischen Hamburgs Oper auf

„Vor solchen Abenden sollte man warnen!“, erklärt Dramaturg Christopher Warmuth in einer launigen Einführung. Der dicht gewebten musikalischen Textur von  „Monster’s Paradise“ sollte sich ohne Ansprüche gestellt werden! „Analytische Durchdringung und hermeneutische Deutung seien zwecklos …“ Das ist augenzwinkernd gemeint. In Olga Neuwirths und Elfriede Jelineks jüngster Oper gäbe es viele Musikzitate zu entdecken. Sie dienen aber stets einem sofort fasslichen theatralen Ausdruck. (Mehr dazu im podcast favori mit Dirigent Titus Engel) Die Genre-Vermischung mit klassischer Sinfonik, Melodram, Operette, Jazz, Collagen, Zuspielungen, nicht zu vergessen die Wortspiele in Jelineks Libretto, das alles entwickelt einen vergnüglichen, komischen bis grotesken Witz, den man in Neuer Musik selten erlebt. (Von Sabine Weber) Monster von Neuwirth und Jelinek mischen Hamburgs Oper auf weiterlesen

Turandot die Große in Dortmund. Asmik Grigorian singt vor ausverkauftem Haus

Zuletzt war die Oper Dortmund beim Konwitschny-Ring ausverkauft. Sie ist ja nicht gerade klein dimensioniert. Asmik Grigorian, längst ein Star, bereits mehrmals zur Sängerin des Jahres von der Opernwelt-Jury gekrönt, sorgte jetzt auch für Full-House. Das dürfte Opernintendant Heribert Germeshausen sehr gefreut haben. Auch, weil diese Turandot-Inszenierung aus seiner ersten Spielzeit 2018 kommt. Und Tomo Sugaos Regie und Frank Philipp Schlößmanns Bühne waren perfekt für Grigorians Auftritt. Ihre Darstellung der unnahbaren, grausamen chinesischen Prinzessin, die eine durch Männer verletzte Urahnin rächen will, beeindruckte. (Von Sabine Weber) Turandot die Große in Dortmund. Asmik Grigorian singt vor ausverkauftem Haus weiterlesen

Daniel Hope und das Züricher Kammorchester in Köln

Der Geiger Daniel Hope ist eine spannende Personalie. In Südafrika geboren, in England aufgewachsen, lebt er in Berlin und darf durchaus als populär gelten. Viele kennen ihn als WDR3-Autor und Moderator der Klassiksendung „Persönlich“. Über ihn ist ein Film gedreht worden. Er schreibt Bücher, ist Ko-Leiter eines US-Festivals, wo Klassik auf Folk trifft, und seit 2016/17 ist er künstlerischer Leiter des Züricher Kammerorchester (ZKO). Das heißt, er leitet das Kammerorchester vom ersten Geigenpult aus. Wenn er nicht als Solist ganz vorn steht. Hope hat seine Fans, wie bei seinem Kölnbesuch mit dem ZKO zu erleben war. (Von Sabine Weber) Daniel Hope und das Züricher Kammorchester in Köln weiterlesen